09.04.2011, 13:10 Uhr | Florian Rentsch
Philipp Rösler ist der neue Hoffnungsträger der FDP (Foto: dpa)
Keine einfache Zeit für die einzig liberale Partei in Deutschland. Die FDP hat stürmische Monate, schlechte Wahlergebnisse und Personaldiskussionen hinter sich, hoffentlich nicht vor sich. Philipp Rösler ist nun der neue Hoffnungsträger, die Erwartungen an ihn sind hoch. Seine Chance, mit dem Bundesparteitag in Rostock einen Neustart der programmatischen und personellen Erneuerung zu erreichen, ist sehr groß.
Doch dafür muss die FDP die Fehler der vergangenen Jahre dringend abstellen. Dazu bedarf es einer ehrlichen Analyse: Die Partei hat in den vergangenen zehn Jahren unter Guido Westerwelle viele Wahlerfolge erzielt, er hat die Partei mit einem klaren Profil und hohen Wiedererkennungswert ausgestattet. Das Thema Steuersenkung und Vereinfachung prägte die Programmatik der FDP.
Zwar war diese Reduzierung der Darstellung des liberalen Programms auf dieses Feld gerade in Oppositionszeiten notwendig, um gegen die mediale Übermacht der Konkurrenz bestehen zu können. Doch führte dies auch zum Missverständnis, die FDP habe ihre anderen programmatischen Inhalte über Bord geworfen. Daneben entwickelten sich die Parteitage eher zu Zeremonien, auf denen der Vorsitzende, meist bravourös, zu seinen Schäfchen sprach. Die Delegierten müssen sich selbst fragen, warum sie dies als Ersatz für eine engagierte Debatte eingetauscht haben.
Philipp Rösler wird mit Christian Lindner erfolgreich die FDP führen. Beide sind weltoffen und stehen mitten im Leben. Sie werden der stolzen liberalen Partei wieder neuen Glanz verleihen. Philipp Rösler hat nun die Chance, den in der FDP eingetretenen Dornröschenschlaf bei programmatischen Debatten zu beenden. „Lasst uns wieder mehr um den richtigen Weg streiten“, so muss das Motto der Zukunft lauten. Die Menschen müssen sehen, dass wir trotz unserer teilweise ausgeprägten Vernunfthaltung auch ihre Emotionen ernst nehmen. Nur wir Liberale haben die Chance, Ökonomie und Ökologie gleichberechtigt zu versöhnen, und nicht die Wirtschaft gegen die Umwelt auszuspielen.
Auch die Frage des Verhältnisses des Staats und seiner Bürger ist moderner denn je. Diese kann nur die FDP beantworten. Denn wer meint, dass ein grüner Oberlehrerstaat, der sich gerne liberal geriert, in Wahrheit aber das Leben der Menschen schon vollständig durchgeplant und geregelt hat, die Zukunft darstellt, wird bitter enttäuscht werden. Ich bin mir sicher, dass wir Liberale mit unserer Philosophie, nämlich Freiheit und Verantwortung, wieder mehr Zuspruch erhalten, wenn die Menschen sehen, wohin die Doktrin der politischen Konkurrenz sie führt. Und wenn Philipp Rösler weiter daran arbeitet, der FDP ihre Glaubwürdigkeit zurückzugeben. Dies gelingt nur dadurch, indem er die Kraft dazu aufbringt, gemachte Fehler zu korrigieren und konsequent auf der Einhaltung liberaler Grundsätze zu bestehen.
Ein neuer Mann an der Spitze, Reaktivierung des liberalen Markenkernes und ein neues Team: dies kann die FDP aus der Krise in eine erfolgreiche Zukunft bringen. Unserem Land kann das einen konsequenten Liberalismus zurückbringen, den ein Staat wie Deutschland mit starker Tendenz zum Etatismus dringend braucht. Das liegt alleine in den Händen der FDP und von Philipp Rösler mit seiner neuen Mannschaft.
Florian Rentsch ist seit 2003 MdL, seit 2009 Fraktionsvorsitzender der FDP im hessischen Landtag. Florian Rentsch studierte Jura in Frankfurt und Mainz, 1997 trat er in die FDP ein. Seine Schwerpunktthemen sind Arbeitsmarkt-, Sozial- und Gesundheitspolitik.
Florian Rentsch
bodhimaus schrieb:
am 9. April 2011 um 19:43:23
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@opa schrieb
OPA die zeiten der FDP sind seit MÖLLEMANN vorbei.als mehrheitsbeschaffer sind die
FDP-genossen abgeschafft..siehe
wahlergebnisse.bei IHNEN OPA ist der wunsch der vater des gedankens.
und was soll der herr rösler der nicht einmal als gesundheitsminister mit den ganzen systemproblemen fertig
geworden ist in der CDU/FDP regierung ausrichten..OPA der mann ist unbrauchbar wie die FDP insgesamt..
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MWK schrieb:
am 9. April 2011 um 19:23:54
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FDP + Rösler
Dieser Beitrag wirkt auf mich wie eine kostenlose Werbung für eine inzwischen so gut wie untergegangene Partei. Und
ausgerechnet Rösler, dem die deutschen Bürger eine katastrophale Gesundheitspolitik und bald nicht mehr bezahlbare Mehrkosten zur Krankenversichrung verdanken, soll es richten??? Da kann man doch nur lachen. Von Westerwelle zu Rösler ist das selbe wie vom Regen in die Traufe. Die FDP ist am Ende und wird es mit dieser Personalpolitk auch bleiben... und das ist gut so.
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Auch gut schrieb:
am 9. April 2011 um 19:18:58
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Rösler
Wenn er redet, redet er viel , aber Belangloses quasi Unsinn .
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