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Deutschland ruft seinen Botschafter aus Iran zurück

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Deutschland ruft seinen Botschafter aus dem Iran zurück

30.11.2011, 18:24 Uhr

Großbritannien weist alle iranischen Diplomaten aus. (Screenshot: AP) Großbritannien weist alle iranischen Diplomaten aus

Die Spannungen zwischen den Ländern nach der Erstürmung der Botschaft in Teheran halten an.

Einen Tag nach der Erstürmung der britischen Botschaft in Teheran hat auch Deutschland seinen Botschafter aus dem Iran nach Berlin zurückgerufen. Er sei zu Konsultationen zurückbeordert worden, hieß es.

Außenminister Guido Westerwelle hatte zuvor den iranischen Botschafter in Berlin ins Auswärtige Amt einbestellt. In dem Gespräch habe Staatssekretärin Emily Haber deutlich gemacht, dass der Sturm auf die Botschaft und weitere ausländische Einrichtungen eine grobe Verletzung des Völkerrechts darstelle. Die Ereignisse stellten leider nicht zum ersten Mal die Bereitschaft der iranischen Führung in Zweifel, internationales Recht zu achten.

Briten weisen alle iranischen Diplomaten aus

Währenddessen hat die britische Regierung alle iranischen Diplomaten in Großbritannien des Landes verwiesen. Außenminister William Hague gab im Unterhaus bekannt, dass das gesamte Botschaftspersonals aus Teheran abgezogen wird.

Weitere Maßnahmen wolle London mit den EU-Mitgliedstaaten am Donnerstag erörtern, sagte Hague. Zur Begründung der britischen Maßnahmen sagte er, es wäre wirklichkeitsfremd anzunehmen, der Angriff auf die britische Botschaft habe ohne Unterstützung der iranischen Machthaber stattfinden können.

Video
Geiseln in britischer Botschaft wieder frei

Zwischenzeitlich befanden sich sechs Botschaftsangestellte in der Gewalt der Studenten in Teheran. zum Video

Iranische Regierung zeigt Verständnis für Randalierer

Die iranische Regierung verurteilte zwar das "inakzeptable Verhalten" der Demonstranten, Parlamentspräsident Ali Laridschani zeigte aber Verständnis: Der Zorn der Studenten sei Folge "von mehreren Jahrzehnten Dominierungsversuchen Großbritanniens", sagte er. Die Verurteilung des Botschaftssturms durch den Weltsicherheitsrat bezeichnete Laridschani in einer Parlamentssitzung als "überstürzten Schritt".

Der Parlamentspräsident verteidigte einen Parlamentsbeschluss vom Sonntag, die Beziehungen mit London herunterzufahren. Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat sich dazu bislang nicht geäußert, während einige seiner Repräsentanten diese Entscheidung öffentlich kritisiert haben.

Brandsätze und Geiseln

Das norwegische Außenministerium teilte mit, sie habe ihre Botschaft in Teheran aus Sicherheitsgründen geschlossen. Die Sprecherin des Außenministeriums deutete dabei an, dass es eine Reaktion auf die Erstürmung der britischen Botschaft in Teheran war. Das diplomatische Personal sei aber noch nicht abgezogen worden, sagte sie.

Iranische Demonstranten hatten am Dienstag die britische Botschaft nach einer offenbar von der Regierung gebilligten Protestaktion gegen westliche Sanktionen gestürmt. Die britische Flagge wurde heruntergerissen, ein Fahrzeug der Botschaft wurde in Brand gesetzt , Scheiben eingeschmissen und das Gebäude mit Brandsätzen angegriffen. Auf einem Gelände der britischen Vertretung im Norden der Stadt nahmen iranische Eindringlinge sogar Geiseln, ließen sie jedoch wieder frei.

Clinton verurteilt Angriff

US-Außenministerin Hillary Clinton verurteilte den Angriff auf die Botschaft scharf. Amerika erwarte, dass der Iran diplomatisches Personal und ihre Anwesen schütze, sagte Clinton am Rande einer Konferenz zur globalen Entwicklungspolitik im südkoreanischen Busan. Die Vorfälle nannte sie einen Affront gegen das britische Volk und gegen die internationale Gemeinschaft. Bundesaußenminister Guido Westerwelle bestellte aus Protest den iranischen Botschafter ein. Der Vorfall sei völkerrechtswidrig und inakzeptabel, sagte Westerwelle.


Quelle: dapd , dpa

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Kommentare (22)

zum Forum

Thema: "Deutschland ruft seinen Botschafter aus Iran zurück"

Blümchen schrieb: am 30. November 2011 um 21:34:10
(22) (8) Iran
Warum war keiner der Gutmenschen der Meinung, das der Weltfrieden und die Demokratie in Gefahrsind und Deutschland gegen das
Völkerrecht verstößt , als deutsche Chaoten die libysche Botschaft im März 2011 stürmten ?
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Rose schrieb: am 30. November 2011 um 21:28:57
(7) (8) @Mehmet
Ich stimme Die zu ,außer bei den Atomwaffen ! Die gehören nach dem Sperrvertrag nicht in Iranische oder andere Länder Hände !
Aber leider gibt es bei den westlichen Gutmenschen die Einstelluing " Meine Schweine ,Deine Schweine" ! Das macht den Unterschied zum Beispiel zwischen Iran und Pakistan !
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Akse schrieb: am 30. November 2011 um 21:27:17
(11) (7) Thema
Deutschland macht sich mehr Feinde als Freunde, das könnte sich herbe auf den Öl preis auswirken!!! und nicht nur dort!

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