19.01.2012, 07:36 Uhr | dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
Berlin (dpa) - Trinkwasser aus deutschen Wasserwerken ist fast immer einwandfrei. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Bericht zur Trinkwasserqualität des Bundesgesundheitsministeriums und des Umweltbundesamtes (UBA).
Grenzwertüberschreitungen seien bei allen größeren Wasserwerken die Ausnahme. Im Grundwasser trete zum Beispiel Nitrat in teils hohen Konzentrationen auf. Im Trinkwasser würden die Grenzwerte aber nicht mehr überschritten. Auch bei fast allen mikrobiologischen und chemischen Qualitätsanforderungen würden die strengen rechtlichen Vorgaben zu mehr als 99 Prozent eingehalten.
Der Bericht wertete die Jahre 2008 bis 2010 aus. Er basiert auf den Meldungen der Bundesländer. 99 Prozent alle Trinkwasserproben aus dem Wasserhahn seien demnach nicht zu beanstanden gewesen, teilte das UBA mit. Allerdings sei es - je nach Region - bei ein bis drei Prozent der Messungen in Wasserwerken oder dem Rohrnetz zu Überschreitungen von Grenzwerten gekommen. Sie seien Ausnahmen und gingen auf einzelne Wirkstoffe von Pflanzenschutzmitteln zurück oder hätten coliforme Bakterien betroffen.
UBA-Präsident Jochen Flasbarth betonte: "Trinkwasser in Deutschland kann man ohne Bedenken zu sich nehmen. Die qualitativen Eigenschaften bekommen nach wie vor ausschließlich Bestnoten." Als Lebensmittel Nummer eins müsse Trinkwasser hohen Anforderungen genügen. Die Trinkwasserverordnung gibt diese verbindlich vor. Es dürfen zum Beispiel keine Krankheitserreger oder gesundheitsschädigende Stoffe im Trinkwasser enthalten sein.
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) betonte, die Wasserwirtschaft in Deutschland habe seit 1990 über 110 Milliarden Euro investiert. "Der Bericht belegt, dass Trinkwasser in Deutschland überall eine gute bis sehr gute Qualität hat. Die hohen Investitionen für Wasserversorgungsanlagen, Netze und für den Trinkwasser-Ressourcenschutz tragen zu diesem Erfolg maßgeblich bei", sagte Martin Weyand, Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser beim BDEW.
Bei Nitrat-Belastungen gab es erneut einen rückläufigen Trend. Während die Grenzwertüberschreitung von Nitrat im Jahr 1999 bei 1,1 Prozent gelegen habe, sei sie bis 2010 auf nahezu null Prozent gesunken. "Reduziert werden konnte der Nitratgehalt im Trinkwasser vor allem durch weiterreichende Aufbereitungsmaßnahmen sowie durch die Mischung mit weniger belastetem Wasser", betonte das UBA. Grenzwertüberschreitungen bei Blei kämen in der Regel nicht aus dem Wasserwerk, sondern aus bleihaltigen Leitungen und Armaturen, die die allgemein anerkannten Regeln der Technik nicht erfüllten. Das sei auch meist die Ursache, wenn Überschreitungen bei Kupfer, Nickel und Cadmium auftreten. Aber auch Grenzwertüberschreitungen würden in der Regel keinerlei Gefahr für die Gesundheit der Bürger darstellen.
Quelle: dpa
Opti Mist schrieb:
am 19. Januar 2012 um 11:09:21
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(2)
Deutsches Wasser
Jaja, unser Kraneberger, preiswert und gut. Aber wie lange noch ? Nachdem, wie in den USA, auch bei uns mit
"fracking" Erdgas gefördert wird, was selbstverständlich überhaupt nicht gefährlich ist, weil damit viel Geld zu verdienen ist, kann man wie in den Staaten Wasser demnächst anzünden und zum Heizen benutzen. Wir werden verdursten, müssen dabei aber nicht frieren - toll !
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Exe004 schrieb:
am 19. Januar 2012 um 10:09:18
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Trinkwasserquallität
Beim Trinkwasser sollte man aber wissen,das die Wasserwerke und die
Mitarbeiter der Stadt,dem Land oder dem Bund
zugeordnet sind und nicht
in Privathand sind,aber was wäre wenn? Ob dann die Wasserqualität auch noch so gut wäre?!
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Konsument schrieb:
am 19. Januar 2012 um 09:41:45
(11)
(0)
Gutes Wasser in Deutschland
Ein Dank dafür an alle Mitarbeiter der Wasserwerke, die rund um die Uhr einen hervorragenden Job machen und eine
Verfügbarkeit nahe 100% garantieren. Wir sollten uns im Klaren sein, daß dieser Zustand etwas außergewöhnlich gutes ist und nichts Selbstverständliches. Schon ein Blick ins EU- Ausland mit stundenweise Abschalten der Wasserversorgung, Rohrbrüchen ohne Ende, Chlorgehältern jenseits von Eden zeigt, daß wir sehr stolz auf unsere Wasserversorgung sein können.
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