06.12.2010, 09:35 Uhr
Ein Umwelt-Aktivist protestiert verkleidet als Eisbär am Strand von Cancùn (Foto: dpa)
Umweltschützer fordern beim Weltklimagipfel im mexikanischen Cancún deutliche Zugeständnisse der europäischen Staaten. Der Stillstand bei den Verhandlungen lasse sich nur überwinden, wenn auch die europäische Gemeinschaft weit höhere Ziele zusage als bisher, sagte der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Hubert Weiger. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) müsse in Cancún vor allem die Bremser der EU ins Gebet nehmen. Der Leiter des UN-Umweltprogramms, Achim Steiner, dämpfte bereits die Erwartungen an einen Erfolg bei der Konferenz.
Bis zum kommenden Freitag verhandeln in Mexiko Vertreter aus 194 Staaten über konkrete Schritte im Kampf gegen den Klimawandel. Gerungen wird immer noch um ein Nachfolgeabkommen für das sogenannte Kyoto-Klimaprotokoll, das 1997 beschlossen wurde und dessen erste Verpflichtungsperiode Ende 2012 ausläuft. Nach der gescheiterten Klimakonferenz in Kopenhagen im vergangenen Jahr soll in Cancún nun die Grundlage für ein solches Abkommen gelegt werden.
In langen Beratungen hinter verschlossenen Türen hatten die Arbeitsgruppen in der vergangenen Woche Vorschläge erarbeitet, die auf die Zustimmung der Minister am kommenden Freitag warten. Am Wochenende kamen die Beratungen einen kleinen Schritt voran. Die Delegierten legten einen überarbeiteten Entwurf für den geplanten Klima-Fonds vor. Die Industrieländer hatten beim Gipfel in Kopenhagen ab 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar (74,5 Milliarden Euro) versprochen, um Entwicklungsländer im Kampf gegen den Klimawandel zu unterstützen. Aus dem Fonds sollen umweltschonende Technologien und Schutzmaßnahmen gegen den Klimawandel finanziert werden.
Insgesamt laufen die Verhandlungen jedoch nur schleppend. Besonders strittig sind die Fragen der Reduktion von Treibhausgasen und der Transfer umweltschonender Technologien in Entwicklungsländer.
Der Leiter des UN-Umweltprogramms, Steiner, sieht keine Chance für einen Erfolg bei dem Gipfel. "Cancún ist sicherlich nicht der Gipfel, der uns den Durchbruch bringen wird", prognostizierte er. Die Konferenz dort sei aber "absolute Voraussetzung dafür, dass es in der internationalen Klimapolitik weitergeht". Besonders China und die USA müssten einen Kompromiss finden. Beide Staaten täten sich damit aber schwer. Beide waren beim Kyoto-Protokoll außen vor geblieben.
Der BUND-Vorsitzende Weiger rief die europäischen Staaten auf, mit weitgehenden Zusagen voranzugehen, um wieder Bewegung in die Verhandlungen zu bringen. Wenn die EU hier vorlege, würden andere Staaten "unter Zugzwang gesetzt und das Prinzip des 'keiner bewegt sich zuerst' wäre durchbrochen". Eine hoch industrialisierte Region wie die europäische sei wegen ihrer bisherigen CO2-Emissionen nicht nur stärker verantwortlich für den Klimawandel als andere Teile der Welt. Sie trage auch eine größere Verantwortung beim Klimaschutz und müsse diese endlich wahrnehmen. Weiger warnte, es räche sich bitter und werde zunehmend teurer, wenn die EU weiter auf die übrige Welt warte, bevor sie handele.
Quelle: dapd
Wolf S. schrieb:
am 6. Dezember 2010 um 15:20:21
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Klimakonferenz Cancún
Das Weltklima wird erst seit kurzer Zeit wissenschaflich beobachtet. Zu kurz um daraus langfristige Prognosen zu
ziehen. Es bleiben zwei Möglichkeiten: 1. Die angesagte Klimaerwärmung findet nicht statt. Dann müssen alle Maßnahmen nur die Welternährung auf Dauer gewährleisten. Z.B. durch Meerwasserentsalzung, obwohl sie viel Energie erfordert.
2. Wird es aber doch weltweit wärmer, sollten wir uns anpassen, sowie die Natur. Es ist vermessen zu glauben, der Mensch könne das Klima ändern.
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numis schrieb:
am 6. Dezember 2010 um 14:33:34
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klimaschutz
klimatisierte fußballstadien in katar, massenweise import vom ende der welt, produktion von waren die keiner braucht ,einfache
verglasung in den usa u russland, undichte pipeline es gibt viel dinge die man ändern könnte aber es ist nicht gewollt........
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JJJ schrieb:
am 6. Dezember 2010 um 11:24:28
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...
Das die Pole die letzten Jahre wieder zugenommen haben ist halt auch nicht wirksam als Panikmache, wa...
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