20.01.2012, 16:01 Uhr
Medienberichten zufolge stürmten drei Vermummte das Haus der Helfer in der Stadt Multan.
Bewaffnete haben in der ostpakistanischen Provinz Punjab einen deutschen und einen italienischen Entwicklungshelfer entführt. Das berichtet die örtliche Polizei. Die beiden Männer seien am Donnerstagabend aus ihrem Haus im Distrikt Multan verschleppt worden. Sie hätten für die Deutsche Welthungerhilfe gearbeitet und sich um Opfer der Flut aus dem Sommer 2010 gekümmert.
Ein Polizist aus der örtlichen Polizeiwache sagte, die bewaffneten Angreifer seien in das Haus eingedrungen und hätten den einzigen Wachmann gefesselt. "Dann gingen sie direkt zu den Zimmern des deutschen und italienischen Staatsbürgers. Es sieht so aus, als hätten sie sie für einige Zeit beobachtet und Insider-Informationen gehabt." Mehrere im Haus lebende Frauen, darunter auch eine Deutsche, seien von den Angreifern nicht behelligt worden.
Bereits im vergangenen Juli waren in Pakistan eine Schweizerin und ein Schweizer verschleppt worden. Sie befanden sich zuletzt in der Gewalt der radikal-islamischen Taliban. In den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes wird "auf die schwierige Sicherheitslage in Pakistan aufmerksam gemacht". Für das südasiatische Land gilt eine sogenannte Teilreisewarnung. "Landesweit besteht eine Gefährdung durch politisch-religiös motivierte Gewalttaten", heißt es auf der Website des AA. "Die Gefährdung durch terroristische Anschläge, insbesondere Sprengstoffanschläge und Selbstmordattentate bleibt in Pakistan hoch."
Quelle: AFP
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