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Deutscher Astronaut: Stützstrumpf für die Discovery

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Deutscher Astronaut: Stützstrumpf für die Discovery

05.08.2005, 07:25 Uhr

Eine verblüffende Lösung für die Shuttle-Probleme der Nasa hat der deutsche Astronaut Ulrich Walter, Professor für Weltraumtechnik an der Technischen Universität München, vorgeschlagen. Er würde der Discovery eine Art Stützstrumpf überziehen.

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Verkleidung gefährdet Raumschiff
Die US-Raumfähren verlieren noch immer, wie jüngst beim Start des Shuttle Discovery, Teile der Schaumstoffverkleidung des Treibstofftanks. Treffen diese dann auf die Außenhaut des Shuttles, kann sie beschädigt werden. Dies führte 2003 beim Wiedereintritt der Raumfähre Columbia in die Erdatmosphäre zur Katastrophe.

"Die ideale Lösung"
Walter, der 1993 selbst an Bord der Columbia im Weltall war, schlägt im Interview mit der Zeitung "Die Welt" vor, über den Treibstofftank der Shuttles vor dem Start "einen großen Strumpf" zu ziehen. "Dann dürfen die Schaumstoffteile ruhig abplatzen, denn sie können ja nicht mehr runterfallen und den Shuttle beschädigen. So ein Stützstrumpf wäre die ideale Lösung", sagt Walter. Die Entwicklungszeit eines solchen Strumpfs würde nur zwei bis drei Monate betragen, so dass der nächste Shuttle dann voraussichtlich schon im März 2006 mit Strumpf zur internationalen Raumstation ISS fliegen könnte.

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Nachfolger

Nasa: Keine zweiteReparaturnötig
Indes will die Nasa die Discovery auf ihrer aktuellen Mission nicht ein zweites Mal im Weltall reparieren lassen. Die Raumfähre soll damit planmäßig am Montag zur Erde zurückkehren. Zugleich räumte der stellvertretende Programmdirektor Wayne Hale am Donnerstag in Houston ein, dass eine beschädigte Isolierdecke unterhalb des linken Cockpit-Fensters durchaus ein Restrisiko beinhalte. Es wäre unwahr und töricht, wenn man das bestreiten würde.

Keine Probleme mit Hitzeisolation
Nach den Worten von Hale gibt es keinerlei Probleme mit der Hitzeisolation. Das Risiko, dass sich lösende Teile der Isolierdecke schwere Schäden am Heck der Raumfähre verursachen könnten, liege nach Tests im Windkanal bei nur 1,5 Prozent. Ein vierter Außeneinsatz sei deshalb nicht mehr notwendig.

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