02.07.2010, 11:37 Uhr
Bislang ein glückloses Gespann: Außenminister Guido Westerwelle und Kanzlerin Angela Merkel (Foto: ddp)
Nach dem Debakel bei der Bundespräsidentenwahl haben die Deutschen die schwarz-gelbe Koalition aufgegeben: 62 Prozent sind der Meinung, dass die Koalition aus Union und FDP nicht mehr lange halten wird. Drei Viertel (77 Prozent) sind sogar der Meinung, dass Kanzlerin Angela Merkel ihre Regierungskoalition nicht mehr richtig im Griff hat. Das hat eine Umfrage im Auftrag der ARD-Tagesthemen ergeben.
Nur 31 Prozent der Deutschen sind der Ansicht, dass der Bundesregierung nach der Präsidentenwahl ein Neustart gelingen wird. Der Imageschaden für die Kanzlerin ist offenbar gewaltig: Zwei Drittel (68 Prozent) denken, es ist eine Blamage für Angela Merkel, dass so viele Koalitionsabgeordnete Christian Wulff nicht gewählt haben.
Auch die Politiker wissen, was die Stunde geschlagen hat: Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus warnte die Koalitionäre davor, die Führungskraft von Angela Merkel infrage zu stellen. "Wenn einer die CDU vollends in die Krise stürzen will, muss er jetzt eine Führungsdebatte um Bundeskanzlerin Merkel führen", sagte er der "Bild"-Zeitung. "Aber Schwarz-Gelb darf so nicht weitermachen. Wir brauchen mehr Mannschaftsgeist."
Trotz des Chaos' gewinnt die Union in der Sonntagsfrage (Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre...) im Vergleich zur Umfrage vom 15. Juni einen Punkt hinzu und kommt auf 33 Prozent. Die SPD kann um einen Punkt zulegen und erreicht 30 Prozent. Dies ist der beste Wert für die SPD seit Februar 2008.
Die FDP liegt unverändert bei fünf Prozent. Die Grünen erreichen unverändert 17 Prozent. Die Linke verliert einen Punkt und kommt auf zehn Prozent. Rot-Grün erreicht mit 47 Prozent den besten Wert im "ARD-Deutschland Trend" seit Oktober 2002. Für die Sonntagsfrage hat Infratest dimap am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche 1.624 Wahlberechtigte bundesweit telefonisch befragt.
An der Spitze der Beliebtheitsliste der Personen liegt weiterhin Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. Mit seiner Arbeit sind 70 Prozent der Deutschen zufrieden (plus 2 gegenüber Mitte Juni). Auf Platz zwei folgt Arbeitsministerin Ursula von der Leyen, mit deren Arbeit 60 Prozent der Deutschen zufrieden sind (+4). Auf Platz drei liegt Finanzminister Wolfgang Schäuble (54 Prozent, +6). Angela Merkel liegt mit einer Zustimmung von 43 Prozent (+3) in der Beliebtheitsliste weiter hinter SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier (53 Prozent, +10), SPD-Chef Sigmar Gabriel (46 Prozent, +5) und der Grünen-Fraktionsvorsitzenden Renate Künast (45 Prozent, +-0).
Schlusslicht unter den abgefragten Parteipolitikern ist FDP-Generalsekretär Christian Lindner, mit dessen Arbeit nur 17 Prozent der Deutschen zufrieden sind. Allerdings geben auch 45 Prozent an, Lindner nicht zu kennen oder beurteilen zu können. Lindner liegt damit hinter FDP-Chef Guido Westerwelle. Mit dessen Arbeit sind 22 Prozent der Bürger zufrieden (+2).
Quelle: dapd
McMurphy schrieb:
am 2. Juli 2010 um 19:33:39
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"Deutsche haben Glauben an Schwarz-Gelb verloren"
Und es kam, wie es kommen musste.....
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Chris schrieb:
am 2. Juli 2010 um 19:31:12
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an demokrat schrieb
Beeil Dich.Vielleicht kannst Du mitfliegen. Dann haben wir wieder einen "aufrechten" Demokrat weniger. Geschmacklos.!!!
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Rene schrieb:
am 2. Juli 2010 um 19:29:58
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an Demokrat
Jetzt sind wir hier entgültig am Tiefpunkt angekommen. Überlege mal was Du geschrieben hast und wie Du Dich selbst nennst. Passt das?
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