12.02.2010, 18:15 Uhr
Sanaa, die Hauptstadt Jemens: immer wieder werden dort Ausländer entführt (Foto: AFP)Die aus Sachsen stammenden deutschen Geiseln im Jemen sind nach Angaben der jemenitischen Regierung noch am Leben. Der Vize-Ministerpräsident für Sicherheit und Verteidigung, Raschad al-Alami, sagte in der Hauptstadt Sanaa, die fünfköpfige Familie aus der Lausitz und ein gemeinsam mit ihnen verschleppter britischer Ingenieur befänden sich in der Gewalt der schiitischen Houthi-Rebellen. Sie würden von den Rebellen, die in der nördlichen Provinz Saada gegen die Regierungstruppen kämpfen, gezwungen, verwundete Kämpfer zu versorgen.
Das deutsche Ehepaar und der Brite hatten in einem Krankenhaus in der Provinz Saada gearbeitet, bevor sie bei einem Ausflug zusammen mit den drei Kindern des Paares entführt wurden. Ebenfalls verschleppt wurden auch zwei junge deutsche Pflegehelferinnen und eine Koreanerin, die kurz nach der Entführung tot aufgefunden worden waren.
Quelle: dpa
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