08.03.2010, 08:39 Uhr | dpa, AFP, apn
Sigmar Gabriel und Angela Merkel: Viele Deutsche würden eine Große Koalition Schwarz-Gelb vorziehen (Foto: ddp)
Die neuesten Umfrageergebnisse lassen die Regierungskoalition alt aussehen. Die ständigen Reibereien in der schwarz-gelben Koalition lassen diese für viele Bürger unattraktiv erscheinen. Eine klare Mehrheit von 54 Prozent der Deutschen fände eine Große Koalition aus CDU/CSU und SPD besser als die amtierende Regierung aus Union und Liberalen. Das ergab eine repräsentative Emnid-Umfrage im Auftrag von "Bild am Sonntag".
Unter den Anhängern von CDU/CSU antworteten 46 Prozent mit Ja auf die Frage, ob die Große Koalition besser als die jetzige Bundesregierung gewesen sei, nur 44 Prozent antworteten mit Nein. Nur 36 Prozent der Bürger bevorzugen die aktuelle Koalition.
Auch das Ergebnis des ARD-Deutschlandtrends zeigt die zunehmende Unzufriedenheit der Bürger. 72 Prozent bemängelten die Arbeit der schwarz-gelben Koalition. Dies sind fünf Prozentpunkte mehr im Vergleich zum Januar, wie der WDR mitteilte. Nur 27 Prozent äußerten sich zufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung; im Januar waren es noch 28 Prozent. 85 Prozent sind der Meinung, "Bundeskanzlerin Merkel müsste die politische Richtung der Bundesregierung klarer vorgeben".
In der Liste der beliebtesten Parteipolitiker steht sie aber immer noch auf Platz Zwei mit 62 Prozent und legte damit zwei Punkte zu. Auf Platz Eins der Liste blieb unverändert Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) mit 69 Prozent Zustimmung. Um sieben Punkte verbesserte sich Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) auf 58 Prozent. Auf nur 24 Prozent kommt Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP), er verlor drei Punkte. Mit FDP-Chef Guido Westerwelle sind nur noch 25 Prozent der Wähler zufrieden. Er verliert damit acht Punkte im Vergleich zum Vormonat und erreicht den schlechtesten Wert seit Juli 2005. Nur 26 Prozent der Deutschen sind der Meinung, er vertrete als Außenminister Deutschland gut in der Welt. Alle seiner Vorgänger von Klaus Kinkel über Joschka Fischer bis Frank-Walter Steinmeier erreichten deutlich höhere Zustimmungsquoten.
Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die FDP auf zehn Prozent. Nach einem Rekordtief von acht Prozent Anfang Februar hatte sie bereits Mitte des Monats zwei Punkte hinzugewonnen. Die Union erreicht unverändert 36 Prozent. Die SPD rutscht um einen Punkt auf 25 Prozent ab, auch die Grünen verlieren einen Punkt und kommen auf 14 Prozent. Die Linke liegt weiter bei elf Prozent.
Drei von vier Deutschen (75 Prozent) finden, der FDP seien ihre eigenen Interessen wichtiger als der Erfolg der Regierung. 62 Prozent sagen: "Die letzten Wochen zeigen, dass Union und FDP einfach nicht mehr zusammenpassen". 74 Prozent der Deutschen finden es laut Umfrage gut, "dass Westerwelle eine Diskussion über Hartz IV angestoßen hat". 77 Prozent sind aber auch der Meinung: "Was Westerwelle über den Sozialstaat gesagt hat, ist nicht neu und sehr allgemein". 60 Prozent finden: "Westerwelle hat recht, dass zu viel über die Hartz-IV-Empfänger geredet wird und zu wenig über die, die alles bezahlen müssen." 55 Prozent sind der Meinung, "Westerwelle versucht sich auf Kosten der Schwachen in der Gesellschaft zu profilieren".
Diese Ergebnisse werden von einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap ebenfalls gestützt. Demzufolge war die Mehrheit unzufrieden mit der schwarz-gelben Bundesregierung. Nur ein Prozent gab an, dass sie mit der Arbeit der Regierung sehr zufrieden sind, zufrieden äußerten sich 26 Prozent. Dagegen waren 48 Prozent weniger zufrieden und 24 Prozent sogar gar nicht zufrieden.
Quelle: dpa
Roland schrieb:
am 7. März 2010 um 16:51:57
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Michael
Lieber Michael da sieht man doch wieder heraus das du ein schwarzer bist
darum geht ja nichts mehr in diesem Staat,weil solche wie du
ja diese gewählt haben.
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Heinz schrieb:
am 7. März 2010 um 16:50:38
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Bildung
Wenn ich lesen muß das den Kindergärten und den Schulen immer weniger
Mittel zur Verfügung gestellt werden kommt mir das große
Kotzen.
Wir sind Exportweltmeister weil hochwertige Produkte produzieren.
Für die Qualität der Produkte zahlt der Käufer auch höhere Preise.
In diesen Produktbereichen kommt es auch guten Lohnabschlüssen denn
die Qualität der Arbeit ist auch von der Zufriedenheit der Beschäftigten abhängig. Für Produkte Made in Germany brauchen wir ausgebildete Fachkräfte.
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Hermann schrieb:
am 7. März 2010 um 16:50:20
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Koalition
Der Versager ist nicht schwarz-gelb, sondern nur gelb. Herr Westerwelle erscheint mir größenwahnsinnig.Da war schwarz-rot das kleinere Übel.
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