05.09.2011, 17:29 Uhr
Deutsche bekommen wieder mehr Nachwuchs (Quelle: imago)
Deutschland ist offenbar geburtenfreudiger als angenommen. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock korrigieren nach neuen Berechnungen die bisher für amtlich gehandelte Geburtenrate auf 1,6 Kinder pro Frau und damit deutlich nach oben, wie Demografin Michaela Kreyenfeld sagte.
Die Wissenschaftler erkennen außerdem im Geburtenverhalten einen Knick nach oben, für den Frauen des 1970er Jahrgangs verantwortlich sind.
Bislang galt die Geburtenrate von 1,46 Kindern pro Frau im Osten und 1,39 im Westen. Das sei ein künstlicher Wert, der nicht berücksichtige, dass Frauen immer später Kinder bekommen, sagte Kreyenfeld. Eine Berechnung sei schwierig, da in der Statistik bislang nicht erfasst worden sei, wie alt Frauen bei der Geburt der Kinder waren.
Die Demografin untersuchte nun gemeinsam mit Joshua Goldstein vom Rostocker Forschungsinstitut erstmals einen einzelnen Geburtsjahrgang anhand von Krankenhausdaten, aus denen auch das Alter der Mütter ersichtlich war. Für die Frauen des Jahrgangs 1961, die in diesem Jahr 50 werden und in der Regel die Familienplanung abgeschlossen haben, wurde die Pro-Kopf-Kinderzahl von 1,6 errechnet. Das gilt sowohl für Ost- als auch für Westdeutschland.
"Wir wussten, dass die bisher gehandelte amtliche Geburtenziffer zu gering ist", sagte Kreyenfeld. Die Fehlerquote komme durch den sogenannten Aufschub- oder Tempo-Effekt zustande, der auch in anderen Ländern zu beobachten sei: "Frauen entschließen sich immer später zum Kinderkriegen. Das wurde bei der Berechnung der Geburtenrate aber bisher nicht berücksichtigt", sagte Kreyenfeld.
Auf Basis der Krankenhausdaten wurde von 2001 bis 2008 ermittelt, dass sich das Alter der Mütter um fast zweieinhalb Monate pro Jahr nach hinten verschob. 2008 waren ostdeutsche Mütter im Schnitt 27,5 Jahre bei der Geburt ihres ersten Kindes alt, im Westen 28,7 Jahre.
Trotz nach oben korrigierter Geburtenziffer bleibt Deutschland ein vergleichsweise kinderarmes Land in Europa, dämpfte Kreyenfeld die Hoffnung auf ein besseres Abschneiden in der Länderstatistik. Spitzenreiter blieben Schweden und Frankreich mit etwa zwei Kindern pro Frau.
Die Demografen können aber für Deutschland eine Trendwende erkennen. Ab dem 1970er Jahrgang scheinen Frauen wieder mehr Kinder zu bekommen.
Das beträfe die Generation junger Frauen, die in den Genuss umfassender Kinderbetreuung unter Dreijähriger sowie des neuen Elterngeldes kamen und kommen, wie Goldstein sagte. Diese Trendumkehr sei jedoch nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Ländern zu beobachten. Vorausberechnungen dieser Art seien aber mit einiger Unsicherheit behaftet, warnten die Wissenschaftler.
Quelle: dapd
microcensus schrieb:
am 5. September 2011 um 21:17:08
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@klaus
hätten wir in den letzten 20 jahren pro jahr eine million mehr kinder bekommen, hätten wir jetzt 5 miilonen teenies im
erwerbsfähigen alter. und jedes jahr eine million dazu. sie hätten keine chance auf arbeit, die ausbildung hätte kostenmässig nicht geschultert werden können. und - nicht die deutschen bekommen mehr kinder, sondern in deutschland lebende. soviel zur überschrift.
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Quasimodo schrieb:
am 5. September 2011 um 19:53:58
(18)
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mehr Kinder
Im Grund beklagt man doch, dass es heute zu viele alte Leute gibt. Wenn es heute wenig Kinder gibt, gibt es in 70 Jahren auch
wenig alte Leute. Was will man mehr!
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Kluntscher schrieb:
am 5. September 2011 um 19:25:41
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Geburtenrate
Diese Hochrechner ihre Mutmaßungen können doch nur Kaffesatzleserei sein.
Die Bürger werden doch nur veralbert da heute
NIEMAND voraussagen kann
wieviele Menschen in 20 Jahren inDeutschland leben.Aber durch dümmliche
Schwarzmalerei werden bestimmte Kosten Beiträge und Gebühren erhöht.
Im Gegenzug werden die Renten gesenkt.Letzeres ist offensichlich ein Betrug
an den Rentner.
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