24.01.2011, 14:31 Uhr | DAPD
Mainz (dapd-rps). Der frühere Finanzminister Ingolf Deubel (SPD) ist bis heute nicht von der Koblenzer Staatsanwaltschaft vernommen worden. Das sagte die Koblenzer Staatsanwältin Tanja Beck am Montag im Untersuchungsausschuss zur Nürburgring-Finanzaffäre in Mainz. Auch die Aufsichtsratsmitglieder der Nürburgring GmbH seien bislang nicht von der Staatsanwaltschaft vernommen worden.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit Juli 2009 wegen der geplatzten Privatfinanzierung am Nürburgring wegen Verdachts auf Betrug und Untreue, inzwischen auch gegen Deubel, der zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrates der Landestochter Nürburgring GmbH war.
Staatsanwältin Beck sagte, bisher seien nur der Nürburgring-Controller Michael Nuss-Kaltenborn sowie eine Mitarbeiterin des Finanzministeriums und der Pinebeck-Geschäftsführer Michael Merten vernommen worden. In Bezug auf den Nürburgring-Aufsichtsrat habe sie bisher lediglich die Protokolle ausgewertet. Im Übrigen seien lediglich sie selbst sowie ihr Vorgesetzter, Oberstaatsanwalt Sven Owe van Soosten, mit dem Fall befasst, fügte Beck hinzu.
Die Oppositionsvertreter im Ausschuss zeigten sich überrascht und irritiert von diesen Angaben der Staatsanwältin.
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