Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Nachrichten > Deutschland >

Der lange Weg zur Vorratsspeicherung

...

Der lange Weg zur Vorratsspeicherung

19.03.2008, 10:36 Uhr

Über die vorsorgliche Speicherung aller Telefon- und Internet-Verbindungsdaten wird seit Jahren gestritten. Die Idee entstand wie viele andere Pläne zur inneren Sicherheit nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Bei der Speicherung geht es um technische Daten, nicht um Inhalte.

Rot-Grün gegen das Gesetz

Die damalige dänische EU-Ratspräsidentschaft brachte im August 2002 einen ersten Entwurf für einen Rahmenbeschluss zur Vorratsdatenspeicherung ein. Er fand keine Mehrheit. Nach den Bombenanschlägen auf Regionalzüge in Madrid 2004 legten Irland, Schweden und Frankreich einen neuen Vorschlag vor. Danach sollten alle Verkehrsdaten jeglicher Kommunikation verdachtsunabhängig 36 Monate lang gespeichert werden. Im Februar 2005 lehnte der Bundestag - noch mit rot-grüner Mehrheit - eine Vorratsdatenspeicherung ab.

Irland klagte vor Europäischem Gerichtshof

Im September 2005 legte die EU-Kommission einen Vorschlag für eine Richtlinie vor, die im Februar 2006 vom Rat der Innen- und Justizminister verabschiedet wurde. Irland, das mit der Slowakei dagegen war, reichte im Juli 2007 vor dem Europäischen Gerichtshof eine Klage ein wegen Zweifeln an der rechtlichen Grundlage.

Heftige Kritik in Deutschland

Im November 2006 legte das Bundesjustizministerium einen Gesetzentwurf vor, der die Richtlinie in deutsches Recht umsetzen sollte. Bei einer Expertenanhörung vor dem Rechtsausschuss des Bundestags stieß das Vorhaben im September 2007 überwiegend auf Ablehnung. Juristen und Datenschützer kritisierten es als unverhältnismäßig. Es sei möglicherweise verfassungswidrig, dass Daten ohne jeden Anhaltspunkt für eine Straftat gespeichert werden sollten.

Hohe Kosten für Unternehmen

Die Telekommunikationswirtschaft wehrte sich gegen die hohen Kosten. Für Abrechnungszwecke speicherten die Unternehmen bis dahin die Daten in der Regel drei statt der nun geforderten sechs Monate und bei sogenannten Flatrates gar nicht. Im November 2007 verabschiedete der Bundestag gegen die Stimmen der Opposition das Gesetz. Mit der sechsmonatigen Speicherung bleibt Deutschland an der unteren Grenze.


Anzeige

Quelle: dpa

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Der lange Weg zur Vorratsspeicherung" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Der lange Weg zur Vorratsspeicherung" gefallen hat.

 
schließen

Kommentare (0)

zum Forum

Thema: "Der lange Weg zur Vorratsspeicherung"

Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr

Anzeige
Video
Politikerin posiert nackt auf Wahlplakat

Die Mexikanerin Natalia Juarez will mit dem Plakat aufrütteln. zum Video

Augenblicke
Fotos des Tages
Ein verletzter Bulle rächt sich an einem mexikanischen Matador und wirft ihn in die Luft. (Quelle: Reuters\Olivier Anrigo )

Tierische Rache an einem Matador. mehr

Aus dem All
Satellitenbild der Woche

Wie Außerirdische die Erde sehen würden. zur Foto-Serie

Restposten-Verkauf
Frühlings Lieblinge: Frisch aus der neuen Kollektion bei neckermann.de

Lagerräumung mit bis zu 80% Rabatt.
von neckermann.de

Sexy Jeans-Röcke
Trend-Styles von Esprit

Der Trend im Sommer: jetzt in angesagten Waschungen. mehr


© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige