06.08.2008, 16:30 Uhr
3. Mai 2007: Die damals dreijährige Madeleine McCann verschwindet aus einer Luxus-Ferienanlage in Praia da Luz an der portugiesischen Algarve-Küste.
7. Mai: Im britischen Fernsehen fleht Madeleines Mutter unter Tränen die möglichen Entführer an, das Kind freizulassen.
11. Mai: Fußballer David Beckham ruft zur Mithilfe auf. Prominente und Geschäftsleute setzen danach fast vier Millionen Euro als Belohnung für Hinweise aus.
15. Mai: Die Polizei verdächtigt einen Briten. Er bestreitet die Vorwürfe.
16. Mai: In Großbritannien sagen Regierung und Opposition ihre Hilfe zu. Beim UEFA-Cup-Finale in Glasgow wird ein Film mit Bildern Madeleines gezeigt. In den Folgetagen sehen ihn Millionen Menschen.
18. Mai: Die Internetseite zur Suche nach Madeleine ist mehr als 50 Millionen Mal angeklickt worden.
30. Mai: Kate und Gerry McCann treffen Papst Benedikt XVI. bei einer Generalaudienz auf dem Petersplatz in Rom.
6. Juni: Die Eltern bitten in Berlin auch die Deutschen um Hilfe.
5. August: Leichenspürhunde sollen Spuren entdeckt haben, die darauf hindeuten, dass Madeleine im Hotelzimmer gestorben ist.
7. August: Die Fahnder konzentrieren sich jetzt angeblich auf die Eltern und deren Bekanntenkreis.
16. August: Blutspuren in der Ferienwohnung stammen offenbar doch nicht von dem Mädchen. Dennoch gehen die Ermittler nach Medienberichten davon aus, dass Madeleine in der Wohnung umgekommen ist.
6. September: Kate McCann wird stundenlang befragt. Am Folgetag wird auch Gerry McCann befragt. Beide gelten nun offiziell als Verdächtige. Medien zufolge geht die Polizei davon aus, dass es ein "Unglücksfall" war und die Eltern die Leiche verborgen haben.
24. Oktober: Das Paar schaltet eine 24-Stunden-Hotline für Hinweise. Zwei Tage später veröffentlichen die McCanns das Phantombild eines möglichen Entführers.
19. März 2008: Britische Boulevardzeitungen bitten Madeleines Eltern um Entschuldigung dafür, dass sie sie als mögliche Täter hingestellt haben.
1. Juli 2008: Die portugiesische Polizei stellt die Ermittlungen ohne Ergebnis ein.
7. Juli: Die britische Polizei erlaubt den Eltern die Einsicht von 81 Dokumenten, wie der McCann-Sprecher mitteilt. Die Akten sollen den privaten Detektiven helfen. Der Fall umfasst 11 000 Dokumente.
15. Juli: Robert Murat, ein in Portugal lebender Brite, der lange fälschlich verdächtigt wurde, etwas mit dem Fall zu tun zu haben, bekommt 700.000 Pfund Entschädigung von britischen Boulevardzeitungen.
21. Juli: Die portugiesische Staatsanwaltschaft schließt den Fall Madeleine McCann endgültig ab.
6. August: Eine Zeugin will Madeleine im Mai 2007 in Amsterdam gesehen haben. Privatdetektive nehmen Ermittlungen auf.
Quelle: dpa
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