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Den Kaiserpinguinen wird es zu warm

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Den Kaiserpinguinen wird es zu warm

27.01.2009, 14:26 Uhr

Der Klimawandel hat dramatische Konsequenzen für die Kaiserpinguine (Quelle: imago) Der Klimawandel hat dramatische Konsequenzen für die Kaiserpinguine (Quelle: imago)

Falls das antarktische See-Eis weiter so schmilzt wie bisher, sind Kaiserpinguine schon im Jahr 2100 vom Aussterben bedroht. Der Bestand dieser größten und schwersten Vertreter aller Pinguinarten, die als Symbol für die optimale Anpassung an das eisige Leben in der Antarktis stehen, könnte bis zum Ende dieses Jahrhunderts um mindestens 95 Prozent abgenommen haben.

Die Pinguine kommen mit den Folgen des Klimawandels nicht zurecht. Die internationale Forschergruppe um Stéphanie Jenouvrier von der amerikanischen Woods Hole Oceanographic Institution stellte fest, dass häufige Warmwetterphasen das Wachstum der Pinguinpopulation dramatisch verringerten. Nimmt der Packeisgürtel um die Antarktis gemäß der Vorhersagen des Weltklimarates ab, so werden im Jahr 2100 von den aktuell 6000 nur noch etwa 400 brütende Paare übrig sein, errechneten die Forscher.

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Geschlossene Eisdecke überlebenswichtig

Kaiserpinguine sind bekannt für ihre langen Wanderungen zwischen Brut- und Nahrungsplätzen. Sie benötigen das geschlossene See-Eis zur Fortpflanzung und Aufzucht ihrer Jungen. Zur Nahrungssuche begeben sie sich an die Packeisgrenze. Ein frühes Aufbrechen oder das völlige Fehlen des Eises würde die Fortpflanzungsraten dramatisch senken und den Pinguinen ihre Nahrungsgrundlage entziehen. Der einzige Ausweg für die flugunfähigen Seevögel bestünde in schnellen Anpassungen, beispielsweise durch eine frühere Brutperiode oder das Abwandern in andere Brutgebiete. Bisher erwiesen sich die langlebigen Tiere aber als wenig anpassungsfähig.

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Studie basiert auf jahrelangen Bestandzählungen

Die Wissenschaftler haben für ihre Untersuchung eine Bestandsaufnahme der Kaiserpinguine im antarktischen Adelieland in den Jahren 1962 bis 2005. Sollte der Klimawandel so fortschreiten wie angenommen, liegt die Wahrscheinlichkeit für den drastischen Einbruch der Population bei 40 Prozent.


Quelle: dpa

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