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Demonstranten halten Nachtwache

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Demonstranten halten Nachtwache

07.06.2007, 08:26 Uhr

Rund 1000 Demonstranten haben die ganze Nacht friedlich an zwei Orten in der Nähe des zwölf Kilometer langen Sicherheitszauns um Heiligendamm ausgeharrt. Das teilte die Polizei-Sondereinheit Kavala mit. Viele schliefen in Schlafsäcken auf der Straße. Im Laufe der Nacht hatten sich zeitweise 3000 Demonstranten rund um den Tagungsort versammelt und Sitzblockaden an der Rennbahn nahe Heiligendamm, in Börgerende und in Hinter Bollhagen gebildet. Von der Polizei befürchtete weiterführende Aktionen der G8-Gegner blieben jedoch aus.

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Tausende durchbrechen Sicherheitslinien
Die Sicherheitsmaßnahmen bei einem der größten Polizeieinsätze der deutschen Geschichte sind offenbar lückenhaft. Bereits unmittelbar vor dem Eintreffen der Staats- und Regierungschefs am Mittwoch überschritten tausende Demonstranten Sicherheitslinien und versammelten sich am Schutzzaun rund um das Tagungshotel. Massive Polizeikräfte mussten die Blockaden auflösen. Dabei kamen auch Wasserwerfer zum Einsatz. Polizisten gingen mit Gummiknüppeln gegen G8-Gegner und gewalttätige Autonome vor. 141 Menschen wurden festgenommen. Außerdem kamen 24 Personen in Polizeigewahrsam.

Jetzt geht's los
Der Gipfel wird am Vormittag offiziell eröffnet. Nach einem informellen Arbeitsessen im Herrenhaus des Barockguts Hohen Luckow beginnt nun die eigentliche Arbeit. Die acht Staats- und Regierungschefs ringen bei den Themen Klima, US-Raketenabwehr und Afrika um eine Einigung.

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Hitzige Klimadebatte
Bis zum späten späten Mittwochabend konnten sich die Unterhändler in der besonders hitzigen Klimadebatte nicht auf eine gemeinsame Linie verständigen, deshalb muss nun Kanzlerin Angela Merkel versuchen, auf höchster Ebene eine Lösung herbeiführen. Sie strebt eine Vereinbarung mit verbindlichen Obergrenzen für den Kohlendioxid-Ausstoß an, um die Erderwärmung bis 2050 auf zwei Grad zu begrenzen. Das lehnen die USA und andere Länder ab.

Kein Loch im Unterwassernetz
Die Polizei dementierte am Donnerstagmorgen einen Zeitungsbericht über ein Loch im Unterwassernetz vor Heiligendamm. Ein Polizeisprecher sagte: "An der Netzsperre, die den G8-Tagungsort seeseitig sichert, sind weder größere Löcher entdeckt worden, noch war ein Spannseil auf einer Länge von 15 Metern beschädigt. Ein Sicherheitsdefizit besteht nicht." Die "Bild"-Zeitung hatte geschrieben, es seien im 4,5 Kilometer langen Unterwasser-Netz zwei größere Löcher entdeckt worden.


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Quelle: dpa , AFP

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