13.09.2011, 07:58 Uhr
Die verschuldeten Griechen aus der Eurozone ausschließen? CSU-Chef Horst Seehofer kann sich das vorstellen (Quelle: dpa)
Die CSU fordert, hoch verschuldete EU-Staaten notfalls aus der Eurozone auszuschließen. Der Parteivorstand will heute einen entsprechenden Leitantrag für den CSU-Parteitag Anfang Oktober beschließen. Überschuldete Staaten müssten damit rechnen, die Währungsunion verlassen zu müssen, heißt es darin. Unionsfraktionschef Volker Kauder bekräftigte hingegen, dass ein Ausschluss Griechenlands aus der Währungsunion rechtlich nicht möglich sei. "Deshalb sollten wir das diskutieren, was möglich ist", mahnte der CDU-Politiker in der ARD.
Unions-Fraktionsgeschäftsführer Peter Altmaier bezeichnete die Debatte im ARD-"Morgenmagazin" als "gefährlich und kontraproduktiv". Damit löse man auch Konsequenzen aus, "die man eigentlich verhindern möchte".
CSU-Parteichef Horst Seehofer machte deutlich, dass die Forderung aus seiner Sicht auch für Griechenland gilt: "Wenn es die Griechen trotz aller Anstrengung nicht schaffen, darf man auch diese Überlegung nicht ausschließen", sagte er am Sonntagabend im ZDF.
Wirtschaftsminister Philipp Rösler schloss auch eine geordnete Insolvenz Griechenlands zur Rettung des angeschlagenen Euros nicht mehr aus. "Um den Euro zu stabilisieren, darf es auch kurzfristig keine Denkverbote mehr geben", schrieb Rösler in einem Gastbeitrag für die "Welt".
Kauder räumt einem Euro-Mitgliederentscheid in der FDP keine Chancen ein. Er könne sich vorstellen, dass eine solche Befragung zustande komme, diese dann aber keine Mehrheit bekomme, sagte er. In der FDP findet der Vorstoß einer Gruppe um den euroskeptischen Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler und den Altliberalen Burkhard Hirsch hingegen Zuspruch.
"Unbefristete Rettungsmaßnahmen, bei denen Deutschland für Schulden anderer europäischer Staaten haftet, kommen für die FDP nicht infrage", heißt es im vorgesehenen Abstimmungstext. Mehrere Landesverbände wie Thüringen, Sachsen und Schleswig-Holstein haben bereits Interesse signalisiert. Das Thema dürfte heute auch auf der FDP-Präsidiumssitzung in Berlin eine Rolle spielen.
Der FDP-Haushaltsexperte Otto Fricke erwartet trotz aller Widerstände eine Koalitionsmehrheit bei der Bundestags-Abstimmung über den erweiterten Euro-Rettungsschirm. "Es wird deutlich werden, dass nicht in Brüsseler oder Berliner Hinterzimmern entschieden wird, sondern im Deutschen Bundestag - im Zweifel vor laufenden Kameras im Plenum", sagte Fricke der Wochenzeitung "Das Parlament".
Quelle: dpa , dapd
Singel schrieb:
am 12. September 2011 um 18:45:11
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Raus
Grieschenland raus aus der €urozone......
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Peter § schrieb:
am 12. September 2011 um 17:16:00
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CSU
Die CSU sollte Bayern aus Deutschland ausschließen, meine Stimme hätten sie. Mia san Mia !
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Maniac*10 schrieb:
am 12. September 2011 um 17:14:27
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Hochverschuldete Eurostaaten
Die Damen u. Herren Politiker die damals abnickten Griechenland in die EU aufzunehmen müßten jetzt mit ihrem
Privatvermögen haften, anstatt den Steuerzahler wieder dafür bluten lassen.
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