01.02.2011, 18:34 Uhr
US-Außenministerin Hillary Clinton bei ihrem Treffen mit dem haitianischen Regierungskandidaten Jude Célestin (Foto: AFP)
Bei einem Besuch in Haiti hat US-Außenministerin Hillary Clinton dem Regierungskandidaten Jude Célestin den Verzicht auf die Stichwahl um das Präsidentenamt nahegelegt.
Clinton traf sich mit dem scheidenden Präsidenten René Préval sowie den drei bestplatzierten Kandidaten des ersten Wahlgangs: der früheren First Lady Mirlande Manigat, dem Sänger Michel Martelly sowie Célestin.
Dem vorläufigem Wahlergebnis zufolge haben Manigat und Célestin die meisten Stimmen bekommen. Nach der Verkündung der vorläufigen Ergebnisse war es jedoch zu Unruhen in Haiti gekommen und die Stichwahl verschoben worden. Internationale Wahlbeobachter fordern, Célestin von der Stichwahl auszuschließen. Es gebe Beweise für Wahlbetrug, begründete die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) ihre Empfehlung.
Führende Mitglieder der Regierungspartei Inite kündigten daraufhin an, ihr Kandidat Célestin werde auf eine Teilnahme an der Stichwahl verzichten. Célestin selbst hingegen äußerte sich bislang nicht und hält sich eine Kandidatur offenbar weiterhin offen.
Die USA stünden hinter der Empfehlung der OAS, sagte Clinton und forderte mit Blick auf den umstrittenen Ausgang der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen Ende November, dass die politischen Entscheidungen der Haitianer respektiert werden müssen.
Clinton versprach Haiti zudem weitere Unterstützung für den Wiederaufbau nach dem Erdbeben. "Wir wollen, dass der Wiederaufbau weitergeht", sagte sie. Das Beben hatte den Karibikstaat am 12. Januar 2010 erschüttert, mehr als 220.000 Menschen kamen ums Leben. Von den 1,3 Millionen Menschen, die ihr Dach über dem Kopf verloren, müssen wegen des schleppenden Wiederaufbaus noch immer viele in Notunterkünften ausharren.
Im Oktober brach zudem die Cholera aus, der bislang mehr als 4000 Haitianer zum Opfer fielen. Clinton besuchte eine Cholera-Klinik in Port-au-Prince und lobte Fortschritte im Kampf gegen die Epidemie. Die Zahl der Neuinfektionen sinke, allerdings sei die Gesundheitsgefahr noch nicht vorbei, warnte sie.
Quelle: dapd , AFP
Bernd schrieb:
am 31. Januar 2011 um 12:58:44
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Clinton
Die Amis sollten sich mal um ihren eigenen Mist kümmern!!
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