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CIA engagierte Sicherheitsfirma zur Terroristenjagd
20.08.2009, 14:45 Uhr
Der US-Geheimdienst hat Mitarbeiter der Firma Blackwater für ein Geheimprojekt angeheuert, um Jagd auf Terroristen zu machen (Foto: AP)
Der US-Geheimdienst CIA hat die private Sicherheitsfirma Blackwater vor fünf Jahren für ein geheimes Programm zur Jagd auf Top-Terroristen der Al-Kaida angeheuert. Die Verträge von 2004 seien aber längst gekündigt, sagte ein mit dem Programm vertrauter Beamter.
Damit bestätigte er einen Bericht der "New York Times", wonach Blackwater bei der Planung und Ausbildung einer geheimen Einheit mitgewirkt hat.
Rolle von Blackwater ist noch unklar
Das Programm habe allerdings nie zur Festnahme oder Tötung eines Terroristen geführt, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Geheimdienstkreise weiter. Ob Blackwater solche Aufgaben übernehmen sollte oder nur für Ausbildungs- und Überwachungsaufgaben zuständig war, blieb vorerst unklar.
17 Tote bei Einsatz in Bagdad
Die Sicherheitsfirma, die sich inzwischen Xe Services nennt, hat lange für die US-Truppen im
Irak gearbeitet. Ins Zwielicht geriet sie wegen eines Einsatzes, bei dem im September 2007 mindestens 17 Bewohner von
Bagdad getötet wurden. Die Tatsache, dass die CIA Außenstehende für ein Terrorprogramm verpflichtet haben soll, gilt laut "New York Times" als äußerst problematisch wegen der ungeklärten Rechenschaftspflicht.
Programm wurde im Juni endgültig gestoppt
Der damalige CIA-Direktor George Tenet habe das Vorhaben daraufhin bald eingestellt. Sein Nachfolger Porter Goss habe es indes wieder aufgenommen, bevor der jetzige Amtsinhaber Leon Panetta das Programm im Juni endgültig gestoppt habe.
Wurde der Kongress nicht informiert?
Panetta informierte der Zeitung zufolge auf einer Dringlichkeitssitzung auch den Kongress über das Programm. Der Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses habe dann im vergangenen Monat eine Untersuchung eingeleitet, um zu klären, ob die Regierung des damaligen Präsidenten
George W. Bush gegen die Pflicht verstoßen habe, den Kongress zu informieren.
Verträge gab es nur mit einzelnen Mitarbeitern
Die CIA soll die damaligen Verträge nicht mit Blackwater, sondern direkt mit einzelnen Mitarbeitern des Unternehmens abgeschlossen haben, darunter auch mit dem früheren Blackwater-Chef Erik Prince. Die CIA hat in der Vergangenheit häufig private Firmen in ihre Arbeit einbezogen, was jedoch immer als problematisch galt. So waren Privatleute auch für die umstrittenen Verhöre von Terrorverdächtigen verantwortlich. Panetta erklärte im April vor dem Kongress, dass für Verhöre künftig nur noch reguläre Beamte eingesetzt würden.
Quelle: dapd
, dpa