27.04.2011, 17:30 Uhr | Von Peer Meinert, dpa
Leon Panetta wird wohl der neue Verteidigungsminister in der Regierung Obama (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Geheimdienstagenten in höheren Etagen haben in den USA traditionell Aussichten auf höchste Polit-Ämter. Immerhin: George Bush Senior war CIA-Chef, bevor er ins Weiße Haus einzog. Leon Panetta, der 72-jährige CIA-Direktor, galt unter Experten schon seit längerem als "Frontrunner" für den Job des Verteidigungsministers - Berührungsängste zwischen Politik und den Diensten, wie sie in anderen Ländern üblich sind, kennt man in Washington nicht. Schon Robert Gates, der scheidende Amtsinhaber, war einst oberster CIA-Chef. Insgesamt diente Gates der Firma 26 Jahre. Nun soll Vier-Sterne-General David Petraeus neuer CIA-Chef werden.
Dass Gates (67), den bereits Obama-Vorgänger George W. Bush ins Pentagon holte, im Laufe dieses Jahr in den Ruhestand wollte, war bekannt. Dass es jetzt aber wohl doch etwas schneller gehen soll, hat allerdings durchaus politische Gründe. Präsident Barack Obama und Gates waren jüngst in der Libyen-Frage sichtbar aneinandergeraten.
Gates hatte - ganz offensichtlich auf eigene Faust und ohne Rücksprache im Weißen Haus - unverhüllt vor einem Militäreinsatz in Libyen gewarnt. Die Sache, so verkündete er, sei überaus kompliziert. Das sagte Gates selbst dann noch, als sich Obama schon auf ein Eingreifen festgelegt hatte. Dass Gates ganz offensichtlich recht behielt, machte ein gemeinsames Auskommen nicht gerade einfacher.
Auch ansonsten ist Panetta ein Mann mit großer Nähe zu Obama. Schon seine Ernennung zum CIA-Chef galt als Befreiungsschlag. Nach Verstrickungen des CIA in brutale Verhöre, Folter und Verschleppungen musste Panetta aufräumen und saubermachen. Enge Verbindungen zum Weißen Haus und zum Kongress hat er seit langem.
Auch dass der Vier-Sterne-General David Petraeus zu Höherem berufen ist, war in Washington ein offenes Geheimnis. Der Mann, der im Irak in höchster Not den Karren aus dem Dreck zog, wird im Weißen Haus geradezu als Held angesehen. Zwischen Obama und dem Soldaten herrscht engstes Vertrauen. Petraeus gilt in Washington als Mann, dem schlichtweg alle Ämter zugetraut werden, heißt es. Zudem gilt er als Vater der nachhaltigen Befriedungsstrategie in Afghanistan. Als vor einem knappen Jahr der damalige Afghanistan-Befehlshaber Stanley McChrystal geschasst wurde, zögerte Obama keine Sekunde, Petraeus wieder ins Feld zu schicken. Als oberster Soldat im Irak und Afghanistan hatte Petraeus zudem reichlich Erfahrung mit CIA-Wühlarbeit machen können.
Die Herausforderungen für die beiden Neuen im Sicherheitsteam sind enorm: Im Nahen Osten brennt es fast überall - die Nachfrage nach Insiderkenntnissen des Geheimdiensts ist riesig, die Frage, nach militärischen Optionen stellt sich allenthalben. Schon schüren die Republikaner die Forderung, den libyschen Rebellen mit Waffenlieferungen unter die Arme zu greifen, sich militärisch stärker zu engagieren. Noch betont die Regierung in Washington, man kenne die Rebellen gar nicht so richtig - erstklassige und verlässliche Geheimdiensterkenntnisse sind dringend erforderlich.
Der Wind des Wandels, der über den Nahen Osten hinwegfegt, dürfte neben Wirtschaft und Arbeitslosigkeit zu einer der schwersten Herausforderungen für Obama werden - und zum Top-Thema der Präsidentenwahlen. Da will sich Obama mit Männern umgeben, denen er blind vertrauen kann.
Von Peer Meinert, dpa
wahrheit schrieb:
am 27. April 2011 um 20:41:07
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@olga 17.31h
Ich kann Dir nur beipflichten.
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Bombensicher schrieb:
am 27. April 2011 um 18:48:42
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Volltreffer
Au ja,
CIA Chef wird Kriegsminister.Erst Weltwirtschaftkrieg und dann
Währungsreform.
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Agend Orange schrieb:
am 27. April 2011 um 17:34:01
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C I A
Laut einer C I A Studie , rechnet man damit das es in Deutschland um 2020 Aufstände gibt , ob uns dann die U S A hilft ?
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