18.10.2011, 09:39 Uhr
Das Schicksal des israelischen Soldaten Gilad Schalit hat die Welt mehr als fünf Jahre bewegt.
Ein Rückblick.
Militante Palästinenser greifen einen israelischen Militärstützpunkt am Rande des Gazastreifens an und verschleppen Gilad Schalit. Zwei israelische Soldaten und zwei Angreifer kommen ums Leben. Die Entführer verlangen die Freilassung von mehr als 1000 Gefangenen aus israelischer Haft.
Die israelische Armee startet eine Bodenoffensive im Gazastreifen, um Schalit zu befreien - Codename: "Sommerregen".
Israel nimmt mehr als 60 Hamas-Mitglieder in Gewahrsam, darunter mehrere Minister und Parlamentsabgeordnete. Sie sollen wegen Beteiligung an Terrorakten vor Gericht gestellt werden.
Ein Jahr nach der Tat veröffentlichen seine Entführer eine Audio-Botschaft Schalits im Internet. Darin ruft er die israelische Regierung auf, die Bedingungen der Entführer zu erfüllen.
Schalits Eltern erhalten einen Brief von Gilad.
Verhandlungen über die Freilassung von Palästinensern scheitern vorerst. Die Hamas hatte eine Liste von Häftlingen vorgelegt, die wegen der Beteiligung an Terroranschlägen in Israel lange Haftstrafen verbüßen.
1000 Tage nach der Entführung erinnert Israel mit einem Gedenktag an das Schicksal des Entführten.
Die Bemühungen deutscher Vermittler um einen Gefangenenaustausch laufen nach Hamas-Angaben auf Hochtouren.
Die Hamas übergibt ein kurzes Video mit einem weiteren Lebenszeichen Schalits. Als Gegenleistung lässt Israel 20 Palästinenserinnen frei. Seitdem fehlte jedes Lebenszeichen.
Mit einem zwölftägigen Marsch von Schalits Heimatort nahe der Küstenstadt Naharia bis nach Jerusalem machen Tausende Israelis Druck auf die Regierung. Sie fordern mehr Flexibilität.
Israel hat nach Angaben von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu einen deutschen Vermittlungsvorschlag akzeptiert. Die Hamas bestreitet diese Darstellung und wirf Netanjahu vor, er sei von einer Verständigung abgerückt.
Nach mehr als fünf Jahren Verhandlungen vereinbaren Israel und die Hamas schriftlich einen Gefangenenaustausch. Vermittler war die ägyptische Regierung.
Gilad Schalit wird von der Hamas offiziell an Ägypten übergeben. Im Gegenzug kommen zunächst 477 palästinensische Gefangene frei, 550 weitere sollen zwei Monate später folgen.
Quelle: dpa
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