24.01.2012, 08:36 Uhr
Bundespräsident Christian Wulff sollte eigentlich Ehrenbürger der Stadt Osnabrück werden. (Quelle: dapd)
Offenbar vor dem Hintergrund der Kredit- und Medienaffäre um Bundespräsident Christian Wulff hat der Rat der Stadt Osnabrück einen Vorstoß für dessen Ehrenbürgerschaft vorerst auf Eis gelegt. Nach einem Bericht der "Neuen Osnabrücker Zeitung" hatte der Verkehrsverein Stadt und Land Osnabrück am 9. Dezember den gebürtigen Osnabrücker Wulff für die Ehrenbürgerschaft vorgeschlagen.
Am 13. Dezember machte Wulffs Kreditaffäre das erste mal Schlagzeilen. An diesem Tag habe der Verwaltungsausschuss des Osnabrücker Rates in nicht-öffentlicher Sitzung entschieden, das Thema vorerst nicht weiter zu verfolgen. Seitdem sei der Vorgang nicht erneut auf die Tagesordnung gekommen, berichtet das Blatt.
Derweil fordert die CDU in Niedersachsen vom Chef der Grünen-Landtagsfraktion, Stefan Wenzel, wegen seiner "Lügner"-Aussage gegenüber Wulff eine Entschuldigung. "Wenzel hat mit seiner Äußerung die Schwelle der Strafbarkeit überschritten", sagte Landtagsfraktionschef Björn Thümler der "Neuen Osnabrücker Zeitung".
Die Ankündigung des Grünen-Politikers, die Aussage nicht wiederholen zu wollen, reiche bei weitem nicht aus, um den Schaden wieder gut zu machen. "Wenn man immer wieder sagt, wir wollen das Amt nicht beschädigen, dann darf man nicht sagen, dass der Bundespräsident lügt. Wir sollten in der Ton- und Wortwahl abrüsten und auf eine sachliche und menschlich angemessene Ebene zurückkehren", sagte Thümler.
Wer ins Straucheln komme, müsse auch wieder aufstehen, sagte Wulff am Sonntag in Berlin. zum Video
Wenzel hatte im Rahmen der laufenden Debatte um die umstrittene Lobby-Veranstaltung Nord-Süd-Dialog Wulff als "Lügner" bezeichnet.
Wulffs Staatskanzleichef Lothar Hagebölling, heute Chef des Bundespräsidialamtes, hatte dem Landtag im April 2010 mitgeteilt, es habe keine Beteiligung oder Finanzierung durch das Land Niedersachsen gegeben. Am Wochenende wurde dann bekannt, dass das Landwirtschaftsministerium 3411 Euro für Kochbücher gezahlt haben soll, die auf der Party als Geschenke verteilt worden waren.
Wulffs einstiger Regierungssprecher und späterer Präsidentensprecher Olaf Glaeseker steht in dem Zusammenhang unter Korruptionsverdacht. Inzwischen steht zudem fest, dass die Landesregierung damals sehr wohl an der Organisation der privat organisierten Lobby-Veranstaltung beteiligt war.
Quelle: dpa
Lord of Hamburg schrieb:
am 24. Januar 2012 um 21:01:29
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C.Wulff
@Till, das was du da um 12:59:24 geschrieben hast könnte ich genauso von den CDU/CSU/FDPlern behaupten !( das sind aber die
Klassischen Pöbelatacken der CDUler,kennt man ja wenn man sich für Reden aus den Bundestag interessiert ;-) ) Und zu diesem Textabschnitt von dir "Für Herrn Wulff positive Kommentare werden unterdrückt" Die gibt es wie Sand am Meer,solltest dir mal ne Brille auf die Nase packen !
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Franze schrieb:
am 24. Januar 2012 um 20:58:49
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"Ehrenbürger" Wulff
Es ist mir egal, ob er Ehrenbürger der Stadt Osnabrück wird. Unter dem Begriff "Ehre habe ich eine andere
Vorstellung. Ich weiß ja nicht, welche Kriterien hierfür ausschlaggebend sind und ob die leidige Affäre um seine Person dabei ´ne Rolle spielen. Scheint aber so zu sein, denn die Stadt hat ja offensichtlich Abstand davon genommen, leider nur vorerst.
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Werner schrieb:
am 24. Januar 2012 um 20:52:30
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Wulff-Ehrenbürger
Die Botschaft mit der Ehrenbürgerschaft erscheint mir lbewusst lanciert.
Aber wenn´s so war, dann ist die Wirkung gleich
null. Es hat keinen Einfluss
auf die massiven Rücktrittsforderungen der Öffentlichkeit.
Was mich besonders erstaunt, dass ihm das alles sonstwo vorbei zugehen
zu gehen scheint. Jeder andere wäre in der gleichen Situation längst zurückgetreten. Seinen Kredit hat er längst verspielt und zu glauben, dass das ganze in Vergessenheit gerät, ist ebenso naiv wie arrogant.
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