20.01.2012, 07:35 Uhr
Christian Wulff - hier mit seiner Frau Bettina - steht wegen der Kredit-Affäre unter öffentlichem Druck (Quelle: dpa)
In der Debatte um bezahlte Aufenthalte des früheren niedersächsischen Ministerpräsidenten und jetzigen Bundespräsidenten Christian Wulff macht die Münchner "Abendzeitung" einen weiteren Fall bekannt. Demnach hat sich Wulff einen Ausflug zum Deutschen Filmball 2010 in München vom Marmeladen-Konzern Zentis samt Übernachtung in einem Luxushotel finanzieren lassen.
Wulffs Anwalt Gernot Lehr bestätigte den Filmball-Besuch auf Anfrage. "Herr Wulff hat mit Ehefrau am 16.1.2010 auf Einladung der Firma Zentis am Filmball in München teilgenommen", erklärte der Jurist. Die Übernachtung im Bayerischen Hof sei für die Eheleute Wulff und das Sicherheitspersonal von der Staatskanzlei gebucht und dann - ebenso wie die Eintrittskarten - von der Firma Zentis bezahlt worden.
Dies sei jedoch im Einklang mit den neuen Durchführungsregelungen zum niedersächsischen Ministergesetz gewesen. Danach konnten die einladenden Gastgeber Reise- und Übernachtungskosten für Regierungsmitglieder übernehmen, "sofern ausgeschlossen war, dass die Annahme einer unentgeltlichen Leistung das betreffende Regierungsmitglied in der Erfüllung seiner Amtsaufgaben beeinflusst oder behindert".
Ob Wulff wirklich unbeeinflusst war, ist fraglich. Der Anwalt bestätigte auch Angaben der "Abendzeitung", dass der damalige Ministerpräsident wenige Wochen zuvor als Redner bei der Jahresabschlusskonferenz des Unternehmens aufgetreten sei. Wulff habe am 10.12.2009 in einem Hotel in den Niederlanden vor der Jahresabschlusskonferenz einen Vortrag gehalten über Fragen der Lebensmittelwirtschaft. "Er hat die Führung der Zentis-Gruppe anlässlich dieses Termins überzeugen können, die zentrale Führungstagung des folgenden Jahres in Wolfsburg durchzuführen", teilte der Anwalt mit.
Quelle: dpa
ein Bürger schrieb:
am 20. Januar 2012 um 19:03:10
(34)
(6)
Wulffs Märchen
Es ist schon traurig wenn manche hier mit Beschuldigungen anderer Politiker vom Thema ablenken. Dass viele Politiker mit
irgendwelchen Makeln behaftet sind weiss wahrscheinlich jeder von uns. Aber Thema ist nun eben mal der H.Wulff. Und es dauert an weil dieser BP nicht das Rückgrat hat sich hinzustellen und die ganze Wahrheit zu sagen. Die meisten Bürger sind enttäuscht über dieses taktische Verhalten. Die ganze Politik wird ins Zwielicht gerückt!!
mehr
Kommentar melden
ein Bürger schrieb:
am 20. Januar 2012 um 18:51:05
(33)
(1)
Zentis Wulff
@markof - jetzt warten wir doch erst mal ab was noch alles ans Tageslicht kommt. Wenns auch schon nicht mehr zum Lachen ist,
aber die Wulff-Freunde müssen doch schon heute ein schlechtes Gewissen haben, das Verhalten und der Umgang unseres H.Wulff ist doch eines BP-Amtes unwürdig!
mehr
Kommentar melden
Reinhard M. aus GE schrieb:
am 20. Januar 2012 um 17:32:35
(82)
(1)
@Sven um 16:48 RICHTIGE ERKENNTNISS !!! GLÜCKWUNSCH !!!
Der Sven hat es erfasst. ZUSTIMMUNG für jedes einzelne Wort. Wir brauchen
keinen unfähigen, ins Amt (ab)gehobenen Grüßaugust sondern einen charakterlich einwandfreien Typen, der dieses Amt ehrenamtlich ausfüllt, keine zwielichten Gestalten zu seinen Freunden zählt, nicht durch Politik verdorben ist und dessen Rente längst gesichert ist. UND EINE STAATSRATSVORSITZENDE IST EBENFALLS ÜBERFLÜSSIG WIE EIN KROPF !!!!
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die Mexikanerin Natalia Juarez will mit dem Plakat aufrütteln. zum Video