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Chinas Schiffskiller verändert Machtbalance im Pazifik

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Chinas Schiffskiller bedroht US-Flugzeugträger

30.12.2010, 08:17 Uhr

Interkontinentalraketen des Typs DF-21. Das neueste Modell, die Dongfeng 21 D, wird als Bedrohung für US-Flugzeugträger im Pazifik gewertet (Foto: Reuters)

Interkontinentalraketen des Typs DF-21. Das neueste Modell, die Dongfeng 21 D, wird als Bedrohung für US-Flugzeugträger im Pazifik gewertet (Foto: Reuters)

Die chinesischen Streitkräfte stellen eine neue Rakete in Dienst, die weitreichende Auswirkungen auf das militärische Gleichgewicht im pazifischen Raum hat. Wie die "Financial Times" berichtet, werden mit dem Flugkörper plötzlich Flugzeugträger verwundbar.

Das Blatt zitiert Admiral Robert Willard, Oberkommandeur der US-Streitkräfte im Pazifik. Die Waffe sei speziell zur Bekämpfung von Flugzeugträgern geeignet. Willards Aussage lasse den Schluss zu, dass China die militärische Dominanz der USA in Asien deutlich früher infrage stellen könnte, als Beobachter bisher vermutet hatten.

Neue Rakete stellt Bedrohung für Flugzeugträger dar

Rüstungsexperten halten die Rakete "Dongfeng 21 D" für einen sogenannten Game-Changer, also einen Faktor, der eine ganz neue Situation schafft, schreibt die "Financial Times" weiter. Die Mittelstreckenrakete könne die amerikanischen Flugzeugträger zwingen, sich von Regionen fernzuhalten, in denen China sie nicht sehen will - beispielsweise in den Gewässern um Taiwan.

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"Spiegel Online" schreibt, schon der Vorgängertyp der Antischiffsrakete, die DF-21 habe in US-Militärkreisen für einige Aufregung gesorgt. Das U.S. Naval Institute (USNI) etwa sprach von einer "beträchtlichen neuen Bedrohung" für amerikanische Kriegsschiffe. Der konventionelle Sprengkopf der DF-21 sei groß genug, "um einen Flugzeugträger mit einem Schlag zu versenken". Ihr ausgefeiltes Steuerungssystem mache die DF-21 auf ihrem Kurs unberechenbar, ihre geringe Größe für Radar schwer auffindbar, und bei einer Geschwindigkeit von Mach 10 könne sie ihre maximale Reichweite von 2000 Kilometern in weniger als zwölf Minuten hinter sich bringen.

Unterstützt durch Satelliten, Drohnen und Radar soll die landgestützte Rakete demnach Trägerverbände zielgenau angreifen können. Die Flugzeugträger und ihre Begleitschiffe hätten keine Möglichkeit, sich vor den ballistischen Flugkörpern zu schützen.

Besorgt über Geschwindigkeit von Chinas Marine-Ausbau

Die USA und die Länder der Pazifikregion seien zunehmend besorgt, mit welcher Geschwindigkeit China seine Marine ausbaue, heißt es in der "Financial Times". Japan etwa habe unlängst beschlossen, sein Militär neu auszurichten - auf eine potenzielle Bedrohung durch China.

Als Reaktion auf die Inbetriebnahme der Raketen denkt das Pentagon der Zeitung zufolge über neue Konzepte nach, etwa eine engere Zusammenarbeit von Marine und Luftwaffe. US-Verteidigungsminister Robert Gates  sagte im September, die Entwicklung einer solchen Rakete würde das Pentagon zwingen, die Art und Weise zu überdenken, wie Flugzeugträger eingesetzt werden.


Quelle: t-online.de

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Kommentare (180)

zum Forum

Thema: "Chinas Schiffskiller verändert Machtbalance im Pazifik"

Gernot schrieb: am 29. Dezember 2010 um 19:48:31
(0) (1) chinas schiffskiller
das kann man jetzt so oder so sehen. unterm strich bleibt aber die frage: welchen tyrannen hätten sie denn gerne. ich
persöhnlich sage, mit der usa ist die westliche welt nicht immer schlecht gefahren aber gut. wenn andere es vorziehen, das seine verwandten die patrone bezahlen dürfen, mit der sie erschossen wurden ...auch gut!!!!!! ist aber nicht jedermanns geschmack.
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jet schrieb: am 29. Dezember 2010 um 19:47:02
(1) (0) raketen
die chinesen haben ein neues spielzeug,nicht schlecht

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rowdy schrieb: am 29. Dezember 2010 um 19:45:19
(1) (0) China Raketenböller
Was soll die Aufregung. Der Russe hat sich als potentieller Gegner ausgeschaltet. Jetzt ist's China. Wozu sollten die
hier Krieg machen? Die kaufen sich hier in die Wirtschaft ein und haben weiter ihre sicheren Märkte. Für den kleinen Mann hier würde sich nix änderen, die Grossen?? Schaut euch mal im nonfood Bereich um. Made in China, fast alles, Tendenz zunehmend. In den USA ist's noch schlimmer. Ich denke, auch in China wird sich politisch für die Masse in absehbarer Zeit einiges positiv änder
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