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China: Ai Weiwei legt sich wieder mit dem Regime an

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Ai Weiwei kritisiert Korruption und Unterdrückung in China

21.02.2012, 10:30 Uhr

Der chinesische Künstler Ai Weiwei legt sich weiter mit dem Regime in Peking an (Quelle: Reuters)

Der chinesische Künstler Ai Weiwei legt sich weiter mit dem Regime in Peking an (Quelle: Reuters)

Der bekannte Künstler und Regierungskritiker Ai Weiwei riskiert mit einem offenherzigen Interview in Frankreich seine neuerliche Verhaftung durch chinesische Behörden. Er beklagte darin Korruption und Unterdrückung in seinem Land und missachtete damit die Anweisungen der chinesischen Führung, Antworten auf Fragen westlicher Journalisten vorher abzusprechen und jede politische Stellungnahme zu vermeiden.

Das Interview gab Ai Weiwei der Zeitung "Libération" aus Anlass einer Ausstellung seiner Fotos in Paris. Darin erklärte er sich bereit, "über alles zu sprechen". Die Korruption in seinem Land sei "allgegenwärtig" und die Unterdrückung "drakonisch". China sei "das Land der Undurchsichtigkeit", beklagte Ai Weiwei weiter.

"Perversion seit den 80ern"

Der Regimekritiker zog auch einen historischen Vergleich: Zu Zeiten des kommunistischen Staatsgründers Mao Tse-tung sei Amtsmissbrauch noch so gut wie nicht existent gewesen. "Diese Perversion ist nach den Reformen Anfang der 80er Jahre gekommen", sagte Ai Weiwei. Damals habe Staatsführer Deng Xiaoping die Doktrin ausgegeben, dass sich "zuerst ein Teil der Bevölkerung bereichern" solle.

Seither prägten Bestechung und Korruption das ganze chinesische System. Die Bevölkerung würde dagegen gerne protestieren, glaubt der Regimekritiker, aber die Unterdrückung durch die Polizei sei einfach zu heftig.

Seit dem Erdbeben im Clinch

Ai Weiwei ist heute einer der bekanntesten Kritiker der Führung in Peking. Im offenen Clinch mit der Staatsmacht liegt er, seit er nach dem katastrophalen Erdbeben 2008 in der Provinz Sichuan (mit mindestens 70.000 Todesopfern) eine unabhängige Untersuchung der Gründe für den Einsturz zahlreicher Schulen gefordert hatte.

Anfang April 2011 wurde er festgenommen - wegen angeblicher Steuervergehen. Fast drei Monate lang wurde Ai Weiwei dann ohne Anklage an einem unbekannten Ort festgehalten. Der Künstler weist die Vorwürfe zurück und bezeichnet sie als politisch motiviert; ähnlich sehen auch zahlreiche westliche Regierungen und Menschenrechtsorganisationen den Fall.


Quelle: AFP

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Kommentare (25)

zum Forum

Thema: "China: Ai Weiwei legt sich wieder mit dem Regime an"

Xai Luching schrieb: am 21. Februar 2012 um 20:43:22
(0) (0) Regime??
Ai ist nicht zufrieden. Mit seinem Leben. Deshalb mit dem Führungsstil der Regierung. Er hat nicht das Recht, Lüge zu verbreiten.
Andere Chinesen sind sehr zufrieden mit der Regierung. Und Familien dürfen ausreisen, wenn sie Geschäfte machen in anderes Ländern. Ninhao Hu Jintao! Dumme Menschen denken die Partei ist schlecht!
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Alle Achtung schrieb: am 21. Februar 2012 um 18:54:36
(0) (1) Ai Weiwei
Die Menschheit hat sich angewöhnt kurzfristig auftretende Machtkonstellationen mit dem Prädikat der Langlebigkeit zu versehen,
obwohl in der gegenwärtigen Zeit rascher Wechsel von Ideologien und Machtanmaßungen die Regel sind. Es darf angenommen werden, dass bei gedanklichem Freiflug der erbärmliche Wechsel an Egoismen in nationaler Beschränktheit erkannt wird und keine Überbewertung zulässt, auch wenn der eigene Körper darunter leidet.
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Freiheit schrieb: am 21. Februar 2012 um 18:37:24
(1) (2) China
Indien die haben noch mehr Menschen und eine Demokratie. China hier leben die Menschen und werden von den Herschenden geknechtet ohne
Versicherung - als kleiner Wanderarbeiter. Nein Danke lieber Harz 4. Auch wenn der Künstler Ai Wei Wei seine Stimme dem Geist der Freiheit gibt. So sage ich lieber unter eine Brücke der Freiheit schlafen, als in einem Gebiet Chinas leben wo vieles verseucht und von der KPD Geistig verdreckt ist
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