10.05.2010, 09:01 Uhr
Der Chef eines Bahnunternehmens in Chicago hat offenbar Selbstmord begangen und sich vor einen Zug seines Unternehmens geworfen. Der 60-jährige Phil Pagano war beurlaubt worden, weil geprüft werden sollte, ob er ungerechtfertigt eine Bonuszahlung über 56.000 Dollar erhalten hatte.
Sheriff Keith Nygren teilte mit, der Lokführer habe noch eine Notbremsung versucht, als er Pagano auf den Gleisen gesehen, es sei aber schon zu spät gewesen. Pagano sei sofort tot gewesen, sagte Nygren. "Er stand auf den Gleisen und blickte dem Zug entgegen, als der auf ihn zukam", sagte Nygren.
Vorfall ereignete sich wenige Stunden vor einer geplanten Sondersitzung des Vorstands der Bahngesellschaft Metra zur Beurlaubung von Pagano. Die Sitzung wurde dann abgesagt. Wie Polizeichef Nygren sagte, wurden zwei Abschiedsbriefe gefunden, einer bei Pagano und einer bei ihm zu Hause. Man gehe deshalb von einem Selbstmord aus, es gebe keinen Grund, ein Verbrechen zu vermuten. Das Unglück ereignete sich am Freitagmorgen rund 80 Kilometer nordwestlich von Chicago.
Quelle: dapd
Jörg schrieb:
am 8. Mai 2010 um 16:59:57
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Bahnchef
Ja, der Lokführer wird es immer im Gehirn haben, ich habe ein Flugzeugabsturz 1993 miterlebt und Leichenteile gesammelt, das ist
schon 17 jahre her und sie sind immer noch im Kopf als währe es gestern, mein schlimmstes Erlebnis.
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Sonnenklee schrieb:
am 8. Mai 2010 um 14:42:01
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Deutschland
In Deutschland bringen sich täglich statistisch gesehen etwa 1,5 Personen um, die sich vor einen Zug werfen. Hinzu kommen
tödlich verlaufene Unfälle, weil Bahnübergänge oder Gleise einfach überquert werden. Für den Lokführer ist das in den meisten Fällen ein sehr schlimmes Erlebnis. Allerdings hilft verdrängen nichts. Verarbeiten ist wichtig. So wie die Menschen unterschiedlich sind, reagieren auch die Lokführer. Einige können ihren Beruf nicht mehr ausüben, andere werden gut damit fertig.
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moselaner schrieb:
am 8. Mai 2010 um 14:08:50
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bahnchef
An Neele und Kati: 1. der Lokführer wird so etwas nicht vergessen, es hängt ihm sein ganzes Leben an. 2. Das sich in Deutschland
Tausende das Leben auf oder miit der Bahn nehmen, so habe ich es jedenfalls aufgefasst, ist nicht wahr. Es sind "nur zwischen 80 und 100". Man sollte hier nicht leichtfertig einfach etwas hinlabern. Ich war selbst fast 30 Jahre Lokführer und weiss wie man mit so etwas umgehen muss. Es bleibt nur eine Möglichkeit, möglichst verdrängen, sonst geht man kaputt.
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