05.10.2011, 15:57 Uhr
Für die Entdeckung der Quasikristalle wird Daniel Shechtman aus Tel Aviv ausgezeichnet.
Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an den Chemiker Daniel Shechtman (Israel). Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Mittwoch in Stockholm mit. Der 70-Jährige wird für die Entdeckung der Quasikristalle ausgezeichnet. Die höchste Auszeichnung für Chemiker ist mit umgerechnet 1,1 Millionen Euro (10 Millionen Schwedischen Kronen) dotiert.
In diesen Strukturen sind die Atome in Mustern angeordnet, die sich niemals wiederholen. Eine solche Anordnung war vor ihrer Entdeckung 1982 für unmöglich gehalten worden.
Shechtman habe sich mit seiner bahnbrechenden Entdeckung gegen den erbitterten Widerstand der wissenschaftlichen Gemeinschaft durchsetzen müssen, hieß es in der Begründung der Königlichen Akademie der Wissenschaften. Shechtman forscht am israelischen Institut für Technologie in Haifa.
Auch Shechtmans Ehefrau sprach nach der Bekanntgabe vom „langen und harten Kampf“ um die Anerkennung seiner wissenschaftlichen Entdeckung. "Er hat schon 1982 die Quasikristalle entdeckt, aber keiner hat ihm am Anfang geglaubt", sagte seine Frau Zipi dem israelischen Rundfunk am Mittwoch. "Er musste harte Jahre durchleben." Er habe zu den Professoren gehört, über die man sich auf wissenschaftlichen Kongressen heimlich lustig gemacht habe.
Für die Entdeckung der Quasikristalle wird Daniel Shechtman aus Tel Aviv ausgezeichnet. zum Video
Das Paar hat vier erwachsene Kinder. Einer der Söhne habe mit ihm im Zimmer gesessen, als der Anruf aus Stockholm kam, weil er auch in der Technischen Hochschule in Haifa arbeite. "Wir waren sehr, sehr überrascht", sagte Zipi Shechtman, ebenfalls Universitätsprofessorin in Haifa. "Ich werde ihm einen Kuss geben", sagte sie dem Sender auf die Frage, wie sie ihren Mann beim ersten Treffen nach der Preisverkündung begrüßen werde. Viele Worte seien nicht nötig. "Er hat es wirklich verdient. Er hat hart dafür gearbeitet und nicht aufgegeben", betonte die Ehefrau.
Im vergangenen Jahr hatten sich der Amerikaner Richard Heck sowie die Japaner Ei-ichi Negishi und Akira Suzuki den Preis geteilt. Sie hatten Verfahren entwickelt, mit denen sich Kohlenstoffatome zu komplexen Molekülen wie etwa medizinischen Wirkstoffen verbinden lassen.
Am Dienstag hatte die Akademie den Physik-Nobelpreis Saul Perlmutter, Brian P. Schmidt und Adam G. Riess für die Entdeckung der beschleunigten Ausbreitung des Universums durch Beobachtung entfernter Supernovae zuerkannt.
Am Montag war der Medizin-Nobelpreis den Immunforschern Bruce Beutler, Jules Hoffmann und Ralph Steinman zugesprochen worden. Steinman war wenige Tage zuvor gestorben, er wird dennoch mit dem Preis geehrt.
Die feierliche Überreichung der Auszeichnungen findet traditionsgemäß am 10. Dezember statt, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel.
Quelle: dapd , dpa
gerard schrieb:
am 5. Oktober 2011 um 19:49:05
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Vatikan
Der Vatikan ist doch sicherlich jetzt noch dagegen!
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dschungel schrieb:
am 5. Oktober 2011 um 19:39:22
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Gegen den Strom
Es geht nicht so sehr um das Entdecken von etwas Neuem in dieser Geschichte, sondern darum das Herr Shechtman massiv gegen
den wissenschaftlichen Strom geschwommen ist. Das letztere sollte die Menschen in Bezug auf die Global Warming Hysterie einmal aufwecken. Wer heutzutage gegen Global Warming durch das Spurengas CO2 aufbegehrt, wird von der wissenschaftlichen Gemeinde sofort nieder gebrüllt.
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CubaLibre schrieb:
am 5. Oktober 2011 um 19:24:45
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Gegen die Dummheit der Menschen...
...ist eben kein Kraut gewachsen - die Erde war auch mal eine Scheibe - Mein Glückwunsch an Daniel Shechtman
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