13.12.2010, 14:57 Uhr
Einem Embryo im Frühstadium wird eine einzelne Zelle entnommen (Foto: dpa)
Zum Abschluss ihres Parteikonvents in Karlsruhe debattiert die CDU heute über Gentests an Embryonen. Die Mehrheit der rund 1000 Delegierten hatte am Montagabend für einen Vorschlag von CDU-Chefin Angela Merkel gestimmt, wegen der fortgeschrittenen Zeit erst heute darüber zu diskutieren. Merkel wollte nicht, dass der Parteitag unter Zeitdruck über ein so heikles Thema wie die Präimplantationsdiagnostik (PID) spricht.
Bei diesem Verfahren werden im Reagenzglas erzeugte Embryonen auf Erbkrankheiten untersucht, bevor sie in den Mutterleib eingepflanzt werden. Embryonen können aussortiert werden, um zum Beispiel Fehlgeburten oder die Geburt eines behinderten Kindes zu verhindern.
Ein Vorschlag in Karlsruhe sieht vor, die Entscheidung zu verschieben oder über die Alternativen eines Verbots und einer Zulassung in engen Grenzen zu entscheiden. Merkel lehnt die PID ab, andere wie Finanzminister Wolfgang Schäuble sind für die Zulassung unter engen Voraussetzungen.
Als Gast wird CSU-Chef Horst Seehofer beim Parteitag erwartet. Am Montag war Kanzlerin Angela Merkel als CDU-Vorsitzende mit 90,4 Prozent wiedergewählt worden. Das ist zwar ihr zweitschlechtestes Ergebnis. Es gilt aber angesichts des Unmuts über den Fehlstart der schwarz-gelben Regierung und anderer Probleme als Zeichen für weiteren Rückhalt.
Die CDU erneuerte in Karlsruhe ihre Spitze: Das Führungsteam hat mehr Reformer und ist weiblicher geworden. Der Parteitag machte Umweltminister Norbert Röttgen, Arbeitsministerin Ursula von der Leyen und Hessens Regierungschef Volker Bouffier zu neuen Stellvertretern Merkels. Röttgen erhielt das beste Ergebnis, knapp vor von der Leyen und Bouffier.
Röttgen forderte am Abend mit Blick auf die Zukunft seiner Partei, die CDU müsse wieder stärker Ort politischer Diskussionen werden. "Wir dürfen nicht nur Applaus inszenieren, wir müssen um echte Positionen ringen", sagte er im ZDF. Zudem müsse die Partei "christliche Wertprägung mit zukunftsgerichteten Vorstellungen von Wachstum verbinden, eben Wachstum nicht auf Kosten und Kredit der nächsten Generation".
In einem historischen Schritt hatte die CDU am Montag dafür gestimmt, die Wehrpflicht auszusetzen. Die Union segnete die Pläne von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) für die weitreichendste Reform in der Geschichte der Bundeswehr mit breiter Mehrheit bei zahlreichen Gegenstimmen und Enthaltungen ab.
Quelle: dpa
kein josef schrieb:
am 16. November 2010 um 15:04:02
(0)
(0)
CDU parteitag
Nicht das Wahlergebnis für die Kanzlerin ist peinlich, da hatte die CSU früher ganz andere Ergebnisse, da muss man nicht an
Honecker erinnern. Der ganze inszenierte Parteitag ist eine einzige Peinlichkeit und erinnert mit seinen Befallsorgien an frühere Veranstaltungen in Ost-Berlin odere Moskau.
mehr
Kommentar melden
onir schrieb:
am 16. November 2010 um 14:39:33
(0)
(0)
PID
Was soll das religiös moralische Gewäsch? PID schützt Menschen vor lebenslangem Leiden.
Kommentar melden
Katholik schrieb:
am 16. November 2010 um 14:35:09
(0)
(0)
CDU nicht mehr wählbar
Der CDU sollte das "C" im Namen verboten werden, denn diese Scheinheiligen sind die Erfüllungsgehilfen
frühkapitalistischer Ausbeuter (Leiharbeit). Weigern sich Menschen auskömmliche Mindeslöhne zu sichern.Führen einen scheußlichen Krieg in Afghanistan (Massenmord von Kundus). Lassen es zu, dass Atomkraftwerksbetreiber weiter hochradioaktiven Müll produzieren und dabei gleichzeitig die Bürger ausbeuten.Merkel ist unfähig ein gerechtes Gesundheitssystem zu schaffen, weil sie Lobbyisteninteressen
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die Mexikanerin Natalia Juarez will mit dem Plakat aufrütteln. zum Video