28.11.2011, 08:11 Uhr
Castor-Transport in Niedersachsen In der Nacht kam es zu Konfrontationen zwischen Polizei und Aktivisten. Der Zug musste mehrfach anhalten.
Der Castortransport nähert sich der Spitze der Anti-Atom-Protestaktionen. Im Wendland bereiten sich hunderte Atomkraftgegner auf das Eintreffen des Atommüll-Zuges vor: An der Verladestation Dannenberg soll dann eine Großkundgebung stattfinden. Bereits in den vergangenen Tagen war es entlang der Castorstrecke immer wieder zu Protesten gekommen, die den Zug zwischenzeitlich zum Stehen brachten.
Am Samstagmorgen gegen 7 Uhr hatte der Zug bei Hannover-Münden die Landesgrenze von Hessen nach Niedersachsen passiert und war dann bei Friedland durch Blockierer auf den Gleisen erneut zum Stillstand gekommen. Im niedersächsischen Wendland kam es am Freitag bei Metzingen bereits in der zweiten Nacht in Folge zu Gewalt zwischen Aktivisten und Polizisten. Rettungssanitäter berichteten von mehreren Verletzten.
Castor-Gegner und Polizei machen sich gegenseitig verantwortlich für die erneute Eskalation. 22 verletzte Polizisten und mehrere verletzte Aktivisten sind das Ergebnis der Ausschreitungen vor dem örtlichen Widerstandscamp. Die Polizei habe Wasserwerfer und Schlagstöcke eingesetzt, nachdem sie zuvor von 200 Personen aus dem Widerstandscamp mit Flaschen, Steinen und Böllern beworfen worden sei, sagte ein Polizeisprecher.
Die Castor-Gegner bestritten die Vorwürfe. "Die Gewaltspirale ging von der Polizei aus", sagte der Besitzer des Camp-Geländes Metzingen, Peter-Wilhelm Timme.
Bei den Ausschreitungen am Abend zuvor waren nach Polizeiangaben acht Beamte verletzt und vier Aktivisten festgenommen worden. Auch Demonstranten wurden verletzt. Die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg rief daraufhin zu "friedlichen Protesten" auf.
Im Kreis Lüchow-Dannenberg wurden mehrere Demonstranten und Polizisten verletzt. zum Video
Trotz des massiven Polizeiaufgebots entlang der Strecke gelang es einem Umweltschützer in der Pfalz am Freitagabend, auf den Zug zu steigen. Der Aktivist kletterte bei Haßloch auf einen Waggon, wie ein Fotograf berichtete. Dabei hielt er ein Transparent mit dem Logo der Anti-Atomkraft-Bewegung hoch. Beim Anrücken der Polizei flüchtete der Mann über ein Feld und entkam, wie ein Polizeisprecher bestätigte.
Die Gegner der Atomkraft hielten den Castortransport in Rheinland-Pfalz mit verschiedenen Aktionen auf. Entlang der Strecke versuchten sie immer wieder, an die Gleise zu gelangen und diese zu blockieren. In und rund um Haßloch holten die Einsatzkräfte mehrfach Castor-Gegner von der gesperrten Strecke.
Auch in Hessen kam es zu Protesten entlang der Route des Atommüll-Transports. In Darmstadt musste der Zug kurz stoppen, als Aktivisten Gleise besetzten. Im osthessischen Fulda kletterten vier Personen neben den Gleisen in Bäume, hielten den Zug damit allerdings nicht auf. Unter ihnen war den Angaben eines Aktivisten zufolge auch die französische Aktionskünstlerin Cecile Lecomte, die in der Vergangenheit bereits mit spektakulären Anti-Atomkraft-Aktionen auf sich aufmerksam gemacht hat.
Neben den Aktionen von Atomkraftgegnern drohen dem Castortransport noch ganz andere Widerstände: Ein durchziehendes Sturmtief könnte das Umladen der Atommüllbehälter in der Verladestation Dannenberg deutlich verzögern. Wie Andreas Wagner von der Unwetterzentrale berichtet, sind für Sonntag Nachmittag Böen der Stärke acht und neun zu erwartet. Bereits ab Mittag werde sich der Sturm langsam aufbauen.
Sollte der Castor erst am Sonntag Mittag in Danneberg ankommen, wäre ein Verladen der Behälter unmöglich. Ein Sprecher der Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) als Betreibergesellschaft des Zwischenlagers Gorleben sagte am Freitagabend: "Ab Stärke sieben ist das Umladen der Behälter einzustellen." Winde seien für die Verladung derart gefährlich, dass es an der Umladestation im Wendland "extra einen Windmesser" gebe. Wenn es zu stürmisch wird, sei das Rezept klar: "Dann können wir nur warten, bis sich der Wind legt."
Der Castortransport war am Mittwoch in Frankreich gestartet und sollte sein Ziel, das Zwischenlager in Gorleben, nach ursprünglicher Planung am Wochenende erreichen.
Quelle: dpa , dapd
Dr.Ernsbach schrieb:
am 26. November 2011 um 15:09:02
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Nur Punker
Richtig. Das sind alles nur Linke und Punker, die nur auf Randale aus sind. Man müsste da härter vorgehen. Es besteht doch nach
beschlossenem Atomausstieg kein Grund für solche linksextremen Aktionen. Nur der Ausstieg geht natürlich nicht von Heute auf Morgen. Mal ein Bier weniger trinken, dann klppts auch mit dem Denken. Schönen Tag noch.
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Otto normal schrieb:
am 26. November 2011 um 15:08:05
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Wieso Demo
Wer vermummt und Waffen (auch Benzin,Wurfgeschoße usw) zur Demo kommt, hat eine Straftat im Sinn und ist deshalb sofort in
Verwahrung zu nehmen.
Alle die, die eine solche Demo mit kriminellen Handlungen der militanten Friedensaktivisten unterstützt solten sich schämen, das Demonstrationsrecht so zu mißbrachen.
Jetzt wird endlich mal gegen die ganz rechten unserer Gesellschaft vorgegangen. Es isdt aber auch Zeit die ganz linken nicht zu vergessen. Bei diesen Demos geht es nur darum Krawall zu m
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Noah schrieb:
am 26. November 2011 um 15:06:10
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Aktivisten!?
Ich lese in den Berichten immer von sogenannten "Aktivisten".
Damit sind doch nicht etwa die Terroristen gemeint, die
Eisenbahnstrecken zerstören, Polizisten angreifen und deren Fahrzeuge anzünden?
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