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Südsee-Insel versinkt in den Fluten

Erschienen am 05. November 2008 | aktualisiert am 06. November 2008
Das Wasser steigt auf den Salomonen-Inseln (Foto: dpa)
Das Wasser steigt auf den Salomonen-Inseln (Foto: dpa) Vergrößern
Der Klimawandel und der steigende Meeresspiegel vertreiben nun auch die ersten Bewohner der Salomonen-Inseln. Der staatliche Rundfunk des Südsee-Inselstaats berichtete am Mittwoch, dass im März zunächst 30 Familien aus der Provinz Malaita nach Bougainville im benachbarten Papua-Neuguinea umgesiedelt werden.

Ihre Häuser werden ständig überschwemmt und dürften bald völlig im Wasser stehen. Die Salomonen-Inseln wurden im April vergangenen Jahres von einem schweren Erdbeben erschüttert, das einen Tsunami auslöste. Mehr als 50 Menschen kamen ums Leben, hunderte Häuser wurden zerstört.

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"Es geht um Frieden"

Der SPD-Außenpolitiker Gernot Erler warnte unterdessen, der Klimawandel würde die weltweite Gefahr von Kriegen und Unruhen künftig deutlich erhöhen. "Die Klimaveränderungen stellen eine internationale Sicherheitsbedrohung dar, sie erhöhen die Kriegs- und Terrorgefahr", sagte der Staatsminister im Auswärtigen Amt am Dienstag. "Es geht beim Thema Klima nicht nur um Umweltschutz, es geht um Frieden und Sicherheit."

Flüchtlingsströme und Kriege

Die Erderwärmung führe dazu, dass einzelne Regionen unbewohnbar würden und sich die Armut erhöhe, beispielsweise durch Dürre oder erhöhte Wasserpegel, sagte Erler. "Die Folge des Klimawandels werden Flüchtlingsströme und Bürgerkriege sein". Dadurch werde auch die Sicherheit der Industrienationen bedroht, die Gefahr durch den internationalen Terrorismus steige. "Der Klimawandel ist der Nährboden, auf dem kriegerische Auseinandersetzungen und soziale Unruhen wachsen und der Terroristen hervorbringt."



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Quelle: dpa
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