Origami-Experiment

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Japaner schicken Papierflieger ins All

Erschienen am 18. Januar 2008 | cis

Für t-online.de von:

Papierflieger: Japanische Forscher glauben, dass sie ein weltraumtaugliches Papier-Shuttle bauen können (Montage: T-Online aus Archiv, dpa)
Papierflieger: Japanische Forscher glauben, dass sie ein weltraumtaugliches Papier-Shuttle bauen können (Montage: T-Online aus Archiv, dpa) Vergrößern
An der Universität von Tokio arbeitet derzeit ein Team von Fachleuten für Luft- und Raumfahrt an einem Raumgleiter der etwas anderen Art. Die Wissenschaftler um Shinji Suzuki arbeiten dafür mit einem für Forscher eher untypischen Kooperationspartner zusammen - der Japan Origami Airplane Association. Gemeinsam wollen die Flugzeug- und die Papierflugzeugingenieure ein Papierflieger-Modell bauen, das ins All geschickt werden und von dort aus zur Erde zurückstürzen kann.

Prototyp wie Space Shuttle geformt
Die japanische Zeitung "Asahi" berichtet, ein acht Zentimeter langer Prototyp werde in diesen Tagen bereits getestet - und zwar in einem Hochgeschwindigkeits-Windkanal. Der Papierflieger soll eine ähnliche Form haben wie ein echtes Space Shuttle.

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Überlebt Flieger Eintritt in Atmosphäre?
Die Universität von Tokio besitzt auf ihrem Okashiwa-Campus eine Röhre, in der Windgeschwindigkeiten bis Mach 7, das heißt bis zu 8600 Kilometer pro Stunde, auf das Origami-Flugzeug einwirken sollen. Denn die Frage, die Forscher und Falter interessiert ist: Kann ein Papierflieger den Wiedereintritt in die Atmosphäre überstehen?

Nicht so schnell wie echte Raumfähren
Große Raumfahrzeuge wie die Shuttles der Nasa fallen mit Geschwindigkeiten von Mach 20 und mehr auf die Erde zu - also mit einem Tempo in der Größenordnung von 25.000 Kilometern pro Stunde. Dabei wird es dem Shuttle bekanntlich mächtig warm - die Hitze-Abschirmung ist eines der größten Probleme für die Nasa-Ingenieure. Weil der Papierflieger langsamer fallen soll, sollen auch die Temperaturen beim Wiedereintritt in die Atmosphäre nicht so hoch werden. Die Forscher hoffen deshalb, dass der Papierflieger den Rückflug zur Erde überleben wird. Das Flugzeug wird allerdings auf spezielle Weise behandelt, um es hitzeresistenter zu machen.

Friedensbotschaft für Finder gewünscht
Einen Termin für den Papierflug zurück zur Erde gibt es bislang noch nicht. Shinji Suzuki äußerte "Asahi" gegenüber jedoch die Hoffnung, die Crew der ISS werde sich mit dem Experiment identifizieren: "Wir hoffen, dass die Mannschaft der Raumstation eine Friedensbotschaft auf das Flugzeug schreiben wird, bevor sie es starten lässt." Man wisse zwar nicht, wo das Flugzeug landen werde, aber "es wäre schön, demjenigen, der es findet, eine Nachricht zukommen zu lassen".

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Quelle: Spiegel Online
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