13.02.2006, 07:43 Uhr
Die Gewerkschaften haben den Arbeitskampf im öffentlichen Dienst am Montag von Baden-Württemberg auf andere Bundesländer ausgeweitet. Vielerorts legten nach Gewerkschaftsangaben mit Beginn der Frühschicht Beschäftigte die Arbeit nieder. In Nordrhein-Westfalen liefen die Streikaktionen von mehreren tausend Beschäftigten an den Universitätskliniken Aachen, Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln und Münster an, wie ein Sprecher der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) mitteilte.
Alle Länder außer Hessen betroffen
Die Streiks sollten im Laufe des Tages auf alle westdeutschen Bundesländer außer Hessen ausgeweitet werden. Beschäftigte in insgesamt 14 Universitätskliniken, verschiedenen Straßenmeistereien sowie ausgewählten Landesverwaltungen wollten die Arbeit niederlegen. Zusätzlich sind in Kommunen in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Hamburg unter anderem Müllmänner, Erzieherinnen und Politessen zum Streik aufgerufen. Um die Folgen für die Bevölkerung zu begrenzen, wird es laut Verdi-Chef Frank Bsirske Notdienste in Kliniken und Kindertagesstätten geben.
Verdi will Arbeitszeitverlängerung verhindern
In den Kommunen wollen die Gewerkschaften eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 40 Stunden ohne Lohnausgleich verhindern. Mit der Ausweitung des Streiks auf die Länder soll die Tarifgemeinschaft deutscher Länder gezwungen werden, den neuen bislang nur mit Bund und Kommunen abgeschlossenen Tarifvertrag zu übernehmen.
Quelle: AFP
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