03.06.2011, 08:35 Uhr
Schützen ihre Insassen nur bedingt: zwei deutsche "Marder"-Schützenpanzer in Afghanistan - im Hintergrund ist ein Transportpanzer vom Typ "Fuchs" zu sehen. (Foto: Reuters)
Im Norden Afghanistans sind Bundeswehrsoldaten zum dritten Mal innerhalb von neun Tagen Opfer eines Anschlags von Taliban-Kämpfern geworden. Ein deutscher Soldat kam am Donnerstagmorgen bei einem Sprengstoffanschlag in der Provinz Baghlanums Leben. Fünf weitere wurden verletzt, zwei davon schwer. Die Angehörigen des Toten wurden informiert.
Den Angaben der Bundeswehr zufolge explodierte ein improvisierter Sprengsatz und traf einen deutschen Schützenpanzer vom Typ Marder. Der Ort des Anschlags liegt etwa 36 Kilometer südlich der Stadt Kundus.
Der Sprengsatz sei um 9:54 Uhr Ortszeit (7:24 Uhr deutscher Zeit) explodiert, sagte ein Sprecher der Einsatzführungskommandos. Die Verletzten seien von US-amerikanischen Helikoptern ins Rettungszentrum des Wiederaufbauteams in Kundus transportiert worden.
Laut Bundeswehr gehörten die Soldaten zu einer Einheit, die gemeinsam mit afghanischen Kräften eine Rückkehr von Aufständischen in ein bestimmtes Gebiet im sogenannten Kandahari-Gürtel verhindern soll. Am Donnerstagmorgen sollten sie an einer wichtigen Verbindungsstraße in dem Gebiet nach Sprengfallen suchen, um die Straße "für eigene Bewegungen zu öffnen".
Deutsche Politiker reagierten mit Bestürzung auf den Anschlag. Die Fraktionschefs der Grünen im Bundestag, Renate Künast und Jürgen Trittin, erklärten den Angehörigen des Gefallenen ihr tiefes Mitgefühl. "In diesen Tagen bekommen wir besonders schmerzlich vor Augen geführt, mit welchem hohen Einsatz sich unsere Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan engagieren", erklärten die Politiker. "Für die Verwundeten des Angriffes hoffen wir auf eine schnelle Genesung."
Derweil greifen die Taliban auch an anderen Orten massiv an: Am (gestrigen) Mittwoch wurden bei einem Angriff hunderter Taliban auf einen Kontrollposten der pakistanischen Polizei mindestens 34 Menschen getötet. 500 schwer bewaffnete pakistanische und afghanische Taliban-Kämpfer hätten den Posten nahe der afghanischen Grenze am Mittwochmorgen gestürmt, sagte der ranghohe Polizeibeamte Qazi Jamil ur-Rehman. Bei den Todesopfern handelte es sich demnach um 28 Polizisten und seche Zivilisten.
Der Angriff ereignete sich an einem Kontrollposten in Shaltalu im Bezirk Upper Dir, sechs Kilometer von der afghanischen Grenze entfernt. Die Armee schickte laut Rehman Soldaten und Kampfhubschrauber, um die Sicherheitskräfte zu unterstützen. Die Kämpfe dauerten am Donnerstag an. Die Armee habe aber weitgehend die Kontrolle über das Gebiet, sagte der Polizist. Nahe des Polizeipostens lieferten sich beide Seiten am Nachmittag jedoch noch immer Schusswechsel, wie der Polizist sagte.
Quelle: dapd , AFP , dpa
gans schrieb:
am 2. Juni 2011 um 12:28:06
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Taliban verüben erneut Anschlag auf Bundeswehr
Wann begreifen die Staaten im Westen das sie nichts in Afghanistan nichts zu suchen haben.
Das mußte das British Empire und die Sowjetunion erleben.
Solange es so viele Kollateralschäden durch die westliche Allianz unter den
Zivilisten gibt und die Schuldigen nicht bestraft weden braucht man sich nicht wundern.
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waggi schrieb:
am 2. Juni 2011 um 12:26:48
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Angst vor
hat denn hier keiner Angst, diese bezahlten Talibantruppen könnten sich wieder formieren und hier auch Anschlage verüben.
Wahrscheinlich ist dieser Kampf dort schwierig. Auch die Bric bzw. Brics Staaten haben Interesse an den Bodenschätzen und Opium auch sie wollen dort Stabilität u. Frieden für Handelsgeschäfte. Ich bete damit unsere Soldaten bald nach Hause kommen und bin dankbar, dass sie dort auch Bäume pflanzen, Minen räumen und Schulen bauen.
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Cicero schrieb:
am 2. Juni 2011 um 12:25:00
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Taliban verüben erneut Anschlag auf Bundeswehr
Wann werden endlich die Parlamentarier, die für diesen Einsatz gestimmt haben, in´s
Gefecht geschickt? Was glaubt ihr, wie schnell dann alle wieder zu Hause sind.....
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