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Jung weist Vorwürfe zurück
03.02.2008, 11:10 Uhr
Alle Fahrzeuge werden mit neuem Sprengfallenschutz ausgerüstet (Quelle: ddp)Verteidigungsminister Franz Josef Jung hat Berichte über Ausrüstungsmängel bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr zurückgewiesen. "Ich schicke keinen Soldaten in einen so riskanten Einsatz, wie es in Afghanistan der Fall ist, wenn er nicht gut ausgerüstet und ausgebildet ist", sagte der CDU-Politiker. Gegenteilige Berichte nannte Jung "ärgerlich".
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Deutschland soll Norwegen ablösen
Am vergangenen Dienstag war die seit längerem erwartete Anfrage aus Brüssel im Verteidigungsministerium in Berlin eingegangenen. Die NATO will, dass Deutschland die derzeit von Norwegen gestellte Schnelle Eingreiftruppe ablöst. Im Sommer will Norwegen die Verantwortung für die Truppe an eine andere Nation abgeben.
Früherer Generalinspektor übt Kritik
Es geht um rund 250 Soldaten. In der Bundeswehr und im Bundestag wird fest mit einer baldigen deutschen Zusage gerechnet. Politiker und Militärs hatten kritisiert, die Bundeswehr sei auf diesen Einsatz nicht richtig vorbereitet. So bemängelte der frühere Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, "gravierende Ausrüstungsdefizite".
Fahrzeugschutz wurde 2003 bestellt
Die Bundeswehr sei dabei, alle Fahrzeuge "wegen ferngesteuerter Sprengfallen zu schützen", sagte Jung weiter. Die entsprechenden Geräte dafür wurden bereits 2003 gefordert. "Ob am Anfang zu langsam reagiert wurde, kann und will ich nicht beurteilen, da dies vor meiner Zeit als Verteidigungsminister war", sagte Jung.
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Neue Technologie braucht Zeit
Es müsse aber auch berücksichtigt werden, "dass es sich um eine recht neue Technologie handelt, die zunächst erprobt werden musste - auch um Gesundheitsschädigungen unserer Soldaten zu vermeiden". Nun brauche die Industrie eine gewisse Zeit, bis die erforderliche Stückzahl produziert sei.
Quelle: AFP