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Merkel will zur Vereidigung der Soldaten kommen
21.07.2008, 11:59 Uhr
Bundeswehrsoldaten eines Wachbataillons in Augustdorf bei Bielefeld beim feierlichen Gelöbnis (Quelle: dpa)Das Gelöbnis vor dem Reichstag findet am Sonntag nun doch mit prominenter Besetzung statt. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier kündigten am Samstag ihre Teilnahme an.
Um die Veranstaltung, die traditionell am Jahrestag des Stauffenberg-Attentats auf Adolf Hitler stattfindet, hatte es im Vorfeld Streit gegeben. Erst hatte das Bezirksamt mit Verweis auf die mögliche Schädigung der Grünanlagen seine Genehmigung verweigert. Dann regte sich Kritik daran, dass viele Politiker wegen der Urlaubszeit auf ihre Teilnahme verzichten wollten.
Rede von Altkanzler Helmut Schmidt
Merkel werde bei der Gelöbnisfeier für 500 Bundeswehrsoldaten dabei sein, erklärte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes bestätigte kurz darauf, dass auch Steinmeier an den Feierlichkeiten teilnehmen werde. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet, von den Kabinettsmitgliedern komme nur Verteidigungsminister Franz Josef Jung. Hauptredner ist der sozialdemokratische Altkanzler Helmut Schmidt.
Merkel hat "Bedürfnis, anwesend zu sein"
"Es ist eine große Ehre, dass Altkanzler Helmut Schmidt spricht. Er wird einen historischen Bogen vom 20. Juli in unsere demokratische Gegenwart schlagen. Der Bundeskanzlerin ist es ein Bedürfnis, aus diesem Anlass anwesend zu sein und den Dienst unserer Soldaten zu ehren", erklärte Wilhelm in der "Bild am Sonntag".
Vereidigung bislang am Bendler-Block
In den vergangenen Jahren waren die Rekruten im Berliner Bendlerblock vereidigt worden. Dort wurden Oberst Claus Graf Schenk von Stauffenberg und einige Mitverschwörer nach dem fehlgeschlagenen Attentat in der Nacht zum 21. Juli 1944 hingerichtet.
Quelle: AFP