21.12.2011, 08:22 Uhr
Jeder vierte Rekrut, der im Juli seinen freiwilligen Dienst bei der Bundeswehr angetreten hat, ist schon wieder weg. (Quelle: imago)
Nach Abschaffung der Wehrpflicht hat die Bundeswehr Probleme, ihre Freiwilligen tatsächlich für den Dienst in den Streitkräften zu begeistern. Ein Viertel der Freiwilligen, die zum 1. Juli ihren Dienst in der Bundeswehr angetreten haben, sind laut einem Zeitungsbericht nicht mehr bei der Truppe.
Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) bestätigte der "Berliner Zeitung", 27,7 Prozent der Freiwilligen hätten von ihrem Recht Gebrauch gemacht, in den ersten sechs Monaten ihres Engagements bei der Bundeswehr ohne Angaben von Gründen den Dienst zu quittieren.
"Die Zahlen sind hoch", räumte der Minister ein. Sie entsprächen aber den Erfahrungen der privaten Wirtschaft, wo die Quote der Jobabbrecher zwischen 20 und 25 Prozent liege. Zu den Gründen gehörte laut de Maizière vor allem ein anderes Jobangebot. Viele Abiturienten hätten nach ihrem Eintritt in die Bundeswehr im Juli drei Monate später doch einen Studienplatz angeboten bekommen.
Andere hätten private Gründe für ihren Rückzug angegeben. "Nur wenige sagten, dass der Ton in der Truppe sie abgeschreckt habe oder dass sie sich über- oder unterfordert fühlten." Ein Fünftel der Abbrecher habe die Bundeswehr nach Hause geschickt, weil sie den körperlichen Anforderungen nicht entsprochen hätten.
Dennoch sieht de Maizière keine Rekrutierungsschwierigkeiten auf die Truppe zukommen. Zum 1. Januar 2012 werde die Bundeswehr 2650 Männer und 170 Frauen als Freiwillige begrüßen. "Damit liegen wir voll im Plan." Freiwillige werden alle drei Monate eingestellt.
Die Umwandlung der Bundeswehr in eine Freiwilligenarmee ist Teil einer umfassenden Reform, die auch Standorte und Strukturen umfasst. Nach den Vorstellungen von de Maizière sollen der Bundeswehr künftig 5000 bis 15.000 freiwillig Wehrdienstleistende angehören. Die Zahl der Berufs- und Zeitsoldaten soll bei etwa 170.000 liegen. Die Soll-Stärke der Bundeswehr vor der laufenden Reform lag bei 250.000 Soldaten, davon mehr als 50.000 Wehrpflichtige.
Quelle: dpa , dapd
scooterfan schrieb:
am 21. Dezember 2011 um 21:14:45
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wer ist denn so blöde
und geht zum Bund, solche Deppen noch verteidigen, und das mit mieser Bezahlung.In Afghanistabn sind genug als
Kanonenfutter für die Taliban verheitzt worden.
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Harry007 schrieb:
am 21. Dezember 2011 um 17:51:31
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Falsche Polit-Entscheidungen der Vergangenheit ...
Die Bundeswehr leidet darunter, dass man aus dem schlechten Gewissen heraus, sich nicht am
US-Irak-Krieg gg. Hussein beteiligt zu haben, sich um so bereitwilliger in den Afghanistan-Einsatz gestürzt hat, um diesen schlechten Eindruck der Irak-Verweigerung bei den Amis wieder zu kompensieren. Unabhängig von dieser polit. Fehlentscheidung hat die staatl. Gemeinschaft dennoch das Recht, auch von seinen Bewohnern eine Gegenleistung (Dienstpflicht für junge Menschen) einzufordern!
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Gefreiter schrieb:
am 21. Dezember 2011 um 17:41:57
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Söldner
Auch das Geld für Afghanistaneinsätze lockt keinen mehr. Die Haut wird nicht für ein paar Gickerlinge zum Markt getragen.
Sollen
erst mal ein paar Politiker mit gutem Beispiel vorangehen.
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