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NATO fordert angeblich Bundeswehr-Kampftruppe
23.01.2008, 09:25 Uhr
Ein Bundeswehrsoldat der Internationalen Schutztruppe ISAF in Kabul (Quelle: dpa)Kampfeinsätze der Bundeswehr in Afghanistan rücken möglicherweise immer näher. So stehe eine Anforderung der NATO für 250 Soldaten einer schnellen Eingreiftruppe "unmittelbar bevor", berichtet die "Bild"-Zeitung. Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) wolle das Begehren Anfang kommender Woche bekannt geben.
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Bekanntgabe erst nach den Wahlen?
SPD-Verteidigungspolitiker Jörn Thießen vermutet laut "Bild", dass die Bekanntgabe des neuen Einsatzes bewusst nach den Landtagswahlen in Hessen und Niedersachsen am Sonntag erfolgen wird. "Eine Anfrage der NATO kommt dann, wenn man sie haben will. Dahinter kann auch politisches Kalkül stecken", sagte Thießen.
Kommando im Norden übernehmen
Das Bundesverteidigungsministerium hatte vergangene Woche erklärt, die Bundeswehr prüfe derzeit eine Anfrage der NATO, im Norden Afghanistans von Norwegen das Kommando über die dortige schnelle Eingreiftruppe zu übernehmen. Regierungssprecher Ulrich Wilhelm hatte mitgeteilt, die NATO werde Ende Januar entscheiden, welches Land die so genannte Quick Reaction Force stellen solle.
Einsatz auch im Süden gefordert
Ebenfalls vergangene Woche hatte der frühere Bundeswehr-Generalinspekteur Klaus Naumann die Beschränkungen für den deutschen Militäreinsatz in Afghanistan kritisiert. Die Bundesregierung müsse das Mandat für die derzeit rund 3200 Bundeswehrsoldaten auf den umkämpften Süden des Landes ausweiten, forderte Naumann in einem Vortrag zur Zukunft der NATO in Brüssel.
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Quelle: AFP