22.03.2010, 08:44 Uhr | apn, dpa
Bundespräsident Horst Köhler schlägt im Kampf gegen Umweltverschmutzung und Klimawandel eine Erhöhung der Benzinpreise vor (Foto: dpa)
Angesichts von Umweltverschmutzung und Klimawandel hat Bundespräsident Horst Köhler höhere Spritpreise ins Gespräch gebracht. Man müsse eine Wirtschaftsweise einleiten, die der Planet verkrafte und mehr Sinn stifte, sagte das Staatsoberhaupt dem Nachrichtenmagazin "Focus". Der ADAC warf Köhler daraufhin eine "ideologische Verteufelung der individuellen Mobilität" vor.
"Auch auf die Gefahr hin, mich jetzt mit vielen anzulegen: Wir sollten zum Beispiel darüber nachdenken, ob der Preis von Benzin nicht tendenziell höher als tendenziell niedriger sein sollte." Köhler erklärte, der Preis sei das stärkste Signal, damit Menschen ihr Verhalten änderten. Dass Arme damit benachteiligt werden könnten, kann nach seiner Ansicht verhindert werden. "Sozialer Ausgleich dafür ließe sich mit staatlichen Mitteln organisieren. Das ist kein Problem, vor dem wir zurückschrecken sollten", wurde Köhler zitiert.
Köhler zeigte sich insgesamt besorgt, dass die deutsche Volkswirtschaft in so hohem Maße vom Auto abhängt. "60 Prozent der gesamten Innovationen ranken ums Auto, sagte mir jemand aus der Branche stolz. Mich macht das eher nervös." Die Premium-Autos, in denen deutsche Unternehmen stark seien, verbrauchten zu viele Ressourcen. Das Auto werde zwar bleiben, brauche aber Konkurrenz. "Wir müssen nicht nur entschlossen umweltfreundlichere Autos entwickeln. Wir müssen auch rechtzeitig über neue Mobilitätskonzepte nachdenken. Die Welt wartet darauf."
Köhlers Forderung nach höheren Kraftstoffpreisen ist nach Ansicht von ADAC-Präsident Peter Meyer unsozial. "In den Ohren vieler Millionen Pendler, die Tag für Tag weite Fahrstrecken in Kauf nehmen müssen, um an ihren Arbeitsplatz zu gelangen, klingen solche Äußerungen wie Hohn", sagte er. Schon heute liege der Steueranteil auf Kraftstoff bei über 70 Prozent. "Von jeder Tankfüllung gehen rund 50 Euro an den Staat", sagte Meyer. Es sei ungerecht, alle Anstrengungen zum Klima- und Umweltschutz einseitig dem Autofahrer aufzubürden.
Der Benzinpreis ist in Deutschland derzeit im historischen Vergleich sehr hoch, auch wenn Rohöl bei weitem nicht so viel kostet wie zu den Spitzenzeiten im Jahr 2008. Im Schnitt kostet ein Liter Superbenzin 1,45 Euro. Sollte der Wert des Euros weiter sinken, könnte Benzin noch teurer werden, weil Rohöl in US-Dollar abgerechnet wird.
Quelle: dapd , dpa
conferio schrieb:
am 21. März 2010 um 17:29:06
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Volksverdummung
Der Herr Köhler wird gefahren, kostet ihn keinen Cent. Un hier gibt es tatsächlich noch Schwachmaten, die so einen Unsinn
gut finden, Selbige arbeiten nicht, leben vom Staat und der arbeitenden Bevölkerung.... Ich hätte da so einige Ideen, was man mit diesen Leuten machen könnte, vielleicht klappt das ja mal irgendwann....
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Marc schrieb:
am 21. März 2010 um 17:29:00
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Köhler,Benzin
Find ich gut
ABER
Bezahlen Tut er dann die täglichen fahrten z.B.Arbeit ,Arzt,Einkaufen, usw.
Dann ist doch alles viel
besser und gerechter für alle
Das kann er der Umwelt zu liebe ruhig machen
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bert schrieb:
am 21. März 2010 um 17:28:50
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Bundespräsident Köhler regt höhere Benzinpreise an
Hat unser lieber Bundespräsident denn auch mal an die vielen Autofahrer gedacht, die
durch lange Fahrten
auf ihre Arbeit fahren müssen? Durch die hohen Steuern auf Kraftstoff wird er als Repräsentant der BRD
fürstlich belohnt.
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