17.11.2010, 11:36 Uhr
Deutsche Arbeitnehmer sollen künftig bis zu ihrem 67. Lebensjahr arbeiten (Foto: imago) (Quelle: imago)
Trotz massiver Kritik hält die Bundesregierung an der Rente mit 67 fest. Dazu billigte das schwarz-gelbe Kabinett den Bericht von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) über die Beschäftigungssituation Älterer.
Die Lage sei positiv, hieß es. Für 60- bis unter 65-Jährige habe sich die Beschäftigungsquote auf zuletzt 38 Prozent erhöht und damit innerhalb der vergangenen zehn Jahre fast verdoppelt. Die Tendenz ist nach Auffassung der Regierung weiter günstig. Deshalb sei die 2012 beginnende Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre vertretbar und notwendig.
Das Kabinett verabschiedete auch den jährlichen Rentenbericht. Sollte sich die Wirtschaft weiter positiv entwickeln, könnten die Renten danach bis 2024 um gut 29 Prozent steigen - pro Jahr im Durchschnitt um etwa 1,9 Prozent. Die sogenannte Eckrente nach 45 Jahren Durchschnittsverdienst erhöht sich nach diesen Berechnungen von derzeit 1224 Euro auf 1584 Euro.
Von der Leyen verteidigte die Rente mit 67 vor der Sitzung des Kabinetts gegen Kritik. Die schrittweise Erhöhung des Renteneintrittsalters sei auch eine Frage der Fairness gegenüber der jüngeren Generation, sagte von der Leyen im ZDF-"Morgenmagazin". Es gehe darum, die Lasten aus der steigenden Lebenserwartung gerecht zu verteilen. Den DGB-Vorschlag, die Rente mit 67 zu kippen und dafür die Beiträge zu erhöhen, wies sie als "ungerecht" zurück. Wenn die Menschen immer länger Rente bezögen, "kann man auch ein bisschen länger arbeiten", sagte sie. Die Älteren seien "die Gewinner am Arbeitsmarkt".
Die Vorsitzende der Linkspartei, Gesine Lötzsch, wies diese Darstellung zurück: Aus einer von der Bundesregierung selbst vorgelegten Studie gehe klar hervor, dass der Anteil der Älteren, die noch in Arbeitsverhältnissen sind, immer weiter gesunken sei. Die Rente erst ab 67 sei deshalb "nichts anderes als eine Rentenkürzung", sagte sie im Deutschlandradio Kultur.
Arbeitsmarktforscher rechnen dagegen künftig mit deutlich größeren Beschäftigungschancen älterer Arbeitnehmer. Der Arbeitsmarktexperte Martin Dietz vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg sagte der "Financial Times Deutschland", er halte bei den über 60-Jährigen langfristig eine Beschäftigungsquote bis 50 Prozent für möglich. Auch Oliver Stettes vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erwartet einen massiven Zuwachs. Bei älteren Arbeitnehmern würden sich die Beschäftigungsquoten künftig dem Durchschnitt aller Altersgruppen annähern, sagte er der Zeitung.
DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach forderte, die geplante Anhebung des Renteneintrittsalters "auf Eis zu legen, denn die Rente mit 67 ist für die Beschäftigten unerreichbar und selbst nach den Beitragssatzzielen der Bundesregierung mindestens bis 2020 völlig überflüssig". Der Beitrags-Entlastungseffekt durch die Rente mit 67 von höchstens 0,5 Prozentpunkten bis 2030 stehe in keinem Verhältnis zu den gravierenden Rentenkürzungen, die dem Großteil der Beschäftigten drohten.
Quelle: dpa
Arbeiter schrieb:
am 17. November 2010 um 21:35:21
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Rente mit 67
So ein Schrott kann nur einer Frau einfallen. Soll sie uns Männern mal zeigen, wie "mann" mit 67 noch auf dem Bau malocht, am
Fließband im Akkord arbeitet oder Wechselschicht macht. Als Opa. Das geht nicht, Frau von und zu !!!!!!!!!!!Schwachsinnige Politik, ja, die kann man sogar noch mit 80 Jahren machen. Die komplette Regierung sollte zum Teufel gejagt werden. Ich weiß, wem ich bei der nächsten meine Stimme gebe. Einer Partei, die ich sonst noch nicht in Betracht gezogen hätte.
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Ex-Selbständiger schrieb:
am 17. November 2010 um 21:25:46
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Das ist doch ganz einfach…
Wen der Arbeitgeber nicht mehr braucht, der wird entlassen und arbeitslos. Die ´Alten´ über 50+
müssen/können/dürfen in Altersrente und (damit es nicht so auffällt), den gleichen Weg gehen und werden automatisch auch erst mal ALGler. Das hat der mehrfarbige Gesetzgeber schon vor Jahren so beschlossen und die Konzerne haben sich kräftig bedient. Man redet bloß nicht gern darüber, stattdessen von demographischen Problemen und Generationengerechtigkeit. Das ist „hohe“ Politik.
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Benno schrieb:
am 17. November 2010 um 21:20:55
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Rente mit 67
Ich möchte mal den Nagel auf den Kopf treffen. Wir Wessis beza. die in Konkurs gegangene DDR Rentner.Ich will nicht schüren.
Aber meine Mutter hatte 5 Kinder ,konnte nicht arbeiten. Heute kleine Rente. Ost, Kinder im Hord, Frauen volle Rente.Keiner der DDR hat in diese Renternvers. eingezahlt. Hohe Arbeitslosigkeit.Keiner konnte Geld ausgeben. Gespart. Dann Umtausch 1/1. Das hat auch der kleine Schlosser bezahlt der von Hand im Mund gelebt hat.Kenne Ossis die Sparbücher von über 100.000 hatten.
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