23.05.2011, 17:32 Uhr | Von Kerstin Münstermann, dapd
Kein roter Faden erkennbar: Baden-Württembergs CDU-Generalsekretär Thomas Strobl. (Foto: dpa)
Nach der Wahlniederlage in Bremen diskutiert die CDU über die künftige Strategie der Partei. Nach Ansicht von Unions-Fraktionschef Volker Kauder muss die CDU stärker an ihrer "Großstadtkompetenz" arbeiten. Die Partei müsse das Lebensgefühl in den Großstädten wieder besser treffen, sagte der CDU-Politiker am Montag im ARD-"Morgenmagazin".
Der konservative Flügel der CDU widersprach und warnte vor einer Hinwendung zu den Grünen. Die CDU war bei der Bürgerschaftswahl in Bremen laut Hochrechnung des Landeswahlleiters mit 20,1 Prozent nur drittstärkste Kraft hinter SPD und Grünen geworden - dies war in Bremen ihr schlechtestes Ergebnis seit 1959.
Kauder sagte, früher habe es die CDU besser verstanden, auf großstadtspezifische Probleme einzugehen. "Da müssen wir uns schon anstrengen, um als Großstadtpartei die richtigen Akzente zu setzen." Trotz des miserablen Abschneidens der FDP bei den Bremer Bürgerschaftswahlen zeigte sich Kauder zuversichtlich, die Koalition mit den Liberalen im Bund erfolgreich fortsetzen zu können. Es komme nun darauf an, die Themen richtig zu setzen, das Energiekonzept zu verabschieden und sich wieder mehr um die Sorgen und Nöte der "kleinen Leute" zu kümmern.
Der Vorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder, riet seiner Partei dagegen, sich wieder breiter aufzustellen. Der großstädtische Strategieansatz der CDU in Hamburg und Bremen habe keinen Erfolg gebracht. Grundsätzlich tue sich die Union momentan mit der zersplitterten Wählerschaft in urbanen Milieus schwer. Die Wähler seien dort "eventuell wählerischer".
Während die FDP sich mehr Zeit für einen Neuanfang erbittet, fordern CDU-Politiker einen Strategiewechsel. zum Video
Mißfelder warnte auch vor einer zu starken Annäherung an die Grünen. Wenn die Union verhindern wolle, dass die Grünen bei der nächsten Bundestagswahl Rekordergebnisse einführen, "muss man sie angreifen", sagte Mißfelder im Deutschlandradio Kultur.
Zwar könnten Koalitionen mit den Grünen auf Landesebene funktionieren, räumte Mißfelder ein. Aber man müsse auch sehen, "wo man dabei landet". So habe die Hamburger CDU nach dem Bündnis mit den Grünen ein desaströses Ergebnis eingefahren. "Deshalb kann ich eigentlich nur jedem abraten, sich bei den Grünen anzubiedern", sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete.
Nach der Bürgerschaftswahl in Bremen kann die SPD weiterregieren. CDU und FDP erleiden eine Schlappe. zum Video
Der parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Altmaier, rief seine Partei zur Ruhe auf. Die "Stärke einer Partei liegt darin, dass sie auch bei Gegenwind zu dem steht, was richtig ist", sagte er. Die Energiewende werde "ruhig und verlässlich" angegangen. Es gebe auch keine Schuldzuweisungen zwischen Landes- und Bundes-CDU. Bremen sei für die CDU seit jeher "ein schweres Pflaster". Mitten in der Wahlperiode müsse man außerdem "eine Durststrecke zurücklegen", aber dann stellten sich die Erfolge auch wieder ein.
Der CDU-Generalsekretär in Baden-Württemberg, Thomas Strobl, forderte Konsequenzen. "Man wird nicht sagen dürfen: Wir gehen bundesweit wieder zur Tagesordnung über", sagte Strobl im Südwestrundfunk. Das schwache Abschneiden der CDU in Bremen nannte Strobl einen "harten Schlag ins Kontor". Die einzelnen Entscheidungen der Regierung seien zwar richtig, aber der "rote Faden" des Regierungshandelns sei für viele Menschen nicht erkennbar.
Quelle: dpa
Svenja schrieb:
am 23. Mai 2011 um 21:13:52
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@Veronika
Es ist gut, dass sich hier eine weibliche Person mit Verstand meldet! Du hast absolut Recht damit, wenn du schreibst, dass der
SpringerVerlag den Bürger auf Schwarz/Gelb einstimmt oder einstimmen will. Der SpringerVerlag ist in dieser Beziehung schlimmer als die Pest! Ich empfinde es ebenfalls als sehr gut, dass das nicht mehr so hundertprozentig gelingt; es gibt jedoch immer noch zu viele, die auf die Wahlpropaganda hereinfallen. Warum sucht die CDU die rote Linie (SPD)?
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Mika schrieb:
am 23. Mai 2011 um 21:09:31
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Grünen
Bremen als Stadtstaat hat mehr als 18 Milliarden schulten, bis 2020, wollen Rot/Grün einen ausgeglichenen Haushalt, was sie jetzt
die letzten Jahre verbockt haben, wobei dann 18 Milliarden plus Zins zu Buche steht!!!!!.........Wie verwirrt sind die Menschen in Bremen und im Rest von Deutschland??....Wählt weiter Grün!!!... Seht Ihr keine Nachrichten, alle Bundesländer die von Rot/Grün regiert werden, sind maßlos Überschuldet!...Grün und glaubhaft?...so wie gegen Krieg und Soldaten ins Au
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Wahlsieger schrieb:
am 23. Mai 2011 um 20:57:07
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CDU und FDP Desater in Bremen
Die FDP wird noch tiefer sinken und die CDU werden sie gleich mitnehmen. Alle grossmäuligen Kritiker in der
FDP haben sich auf dem Parteitag verkrochen! Die alten Nichtskönner sind jetzt in einer neuen Verpackung und werden uns als neue Ware verkauft! Und die CDU hilft dabei mit und macht sich zum Handlanger der FDP. Merkel macht Politik ohne Profil. Die Wähler lassen sich halt von CDU und FDP nicht mehr verarschen! Das ist auch gut so! Das beste wären Neuwahlen im Bund! Und das bitte schne
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