08.02.2012, 08:04 Uhr
Großbritannien schickt eines seiner neuesten und modernsten Kriegsschiffe zu den Falklandinseln. Es sei seit langem geplant gewesen, die "HMS Dauntless" dort zu stationieren, teilte das Verteidigungsministerium mit. Es handle sich nicht um eine Reaktion auf die jüngsten Spannungen zwischen Argentinien und dem Vereinigten Königreich wegen der Inselgruppe. Das Schiff soll in den kommenden Wochen aufbrechen und vor Ort ein anderes ersetzen.
Die argentinische Regierung protestierte gegen "den britischen Versuch, einen Konflikt zu militarisieren, in dem die Vereinten Nationen mehrfach zu einer Lösung durch bilaterale Verhandlungen aufgerufen haben". Die Regierungen sollten der Versuchung widerstehen, in der Wirtschaftskrise mit falschem Patriotismus die Öffentlichkeit von den Sparmaßnahmen und der Arbeitslosigkeit abzulenken, heißt es in einer Erklärung des Außenministeriums in Buenos Aires.
Rund 30 Jahre nach Ausbruch des Falkland-Krieges hatte es in den vergangenen Wochen einen politischen Schlagabtausch über die Inseln gegeben, die zum Königreich gehören, von Argentinien aber für sich beansprucht werden. Argentinien hatte unter anderem versucht, Ölbohrungen der Briten zu stoppen. Außerdem untersagte Argentinien gemeinsam mit Nachbarländern wie Brasilien und Uruguay Schiffen unter Falkland-Flagge, in die Häfen des Landes einzulaufen. Der britische Premier David Cameron warf Argentinien "Kolonialismus" vor.
Daraufhin beschuldigte die argentinische Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner Cameron, ihr Land als "gewalttätig" darstellen zu wollen. Zuvor hatte bereits die Ankündigung, dass Prinz William demnächst auf die Falkland-Insel entsendet werde, für Streit gesorgt. Argentinien zeigte sich damals erschrocken über die bevorstehende Ankunft Williams "in der Uniform eines Eroberers".
Cameron sprach jedoch von einer "Routineaktion". Die Royal Navy sei seit vielen Jahren durchgängig im Südatlantik präsent, erklärte ein Sprecher der britischen Marine.
Anfang April jährt sich der Beginn des Krieges um die Falkland-Inseln zum 30. Mal. Am 2. April 1982 griff die Armee der damaligen argentinischen Militärjunta die Inselgruppe an und löste so den Falkland-Konflikt mit Großbritannien aus, der mit einer Niederlage für das südamerikanische Land endete. Bei dem 74-tägigen bewaffneten Konflikt starben etwa 650 Argentinier und rund 250 Briten. Großbritannien übernahm anschließend wieder die Kontrolle über die Inseln, die es 1833 besetzt hatte.
Quelle: AFP , dpa
bernhard666 schrieb:
am 1. Februar 2012 um 18:50:49
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Falklandinseln
Der argentinische Anspruch auf die Falklandinseln ist nur dummes Zeug.
Selbst wenn der Anspruch gerechtfertigt wäre, würde
nur wieder neues
Unrecht geschehen. Danach müssten wir Deutschen wieder mit dem Säbel rasseln, um unsere ehemaligen Ostgebiete zurückzufordern. Kein vernünftig denkender Mensch will das.
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Ein Journalist schrieb:
am 1. Februar 2012 um 18:13:51
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Um objektiv zu sein, linkt Euch ein unter Welt-online
Seit Ende letzten Jahres aber fühlt sich Argentinien besonders herausgefordert: Prinz
William, der Herzog von Cambridge, „Flight Lieutenant Wales“, so sein offizieller Dienstname, wird zwischen Februar und März sechs Wochen lang als Rettungshubschrauber-Copilot auf Mount Pleasant, dem Militärstützpunkt der Inseln, stationiert sein. Wenn das keine Deklaration hoheitlichen Besitzanspruchs ist. Als deutliche Provokation jedenfalls sieht man es in Buenos Aires.
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Dirk schrieb:
am 1. Februar 2012 um 17:59:15
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Robert
Wenn man die Leute fragt, die dort leben, so würde das bedeuten, daß beispielsweise eine Bevölkerungsgruppe in einer Beliebigen
Region in Deutschland entscheiden kann, daß sie z.B. zur Türkei oder Polen oder Rumämien gehören möchten? Und der Rest der Bevölkerung soll das akzeptieren ????
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