19.12.2011, 17:57 Uhr
Wegen einer Bombendrohung ist der Unterricht für rund 1200 Schüler eines Gymnasiums im oberbayerischen Grafing vorzeitig beendet worden. Am Morgen war bei der Schulleitung ein Drohbrief eingegangen, wie die Polizei mitteilte. Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr räumten das Gebäude und durchsuchten es mit Sprengstoffhunden. Dabei fanden sie weder Sprengmittel noch sonstige Hinweise auf eine mögliche Bedrohung.
Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) entschied deshalb in Absprache mit Schulleitung und Polizei, den Unterricht am Dienstag planmäßig stattfinden zu lassen. Die Tat kritisierte er scharf: "Eine solche Androhung ist kein Kavaliersdelikt. Es ist ein schwerwiegender Angriff auf die Seele der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte."
Die Kriminalpolizei ermittelt gegen den unbekannten Absender. Zu Berichten der Online-Ausgaben von "Süddeutscher Zeitung" und "Münchner Merkur", nach denen die Schulleitung Rechtsradikale hinter der Drohung vermute, wollten sich weder Polizei noch Ministerium äußern. Dem Täter droht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe.
Quelle: dapd
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