10.10.2011, 14:48 Uhr
Attentäter zündet Autobombe in somalischer Hauptstadt Mogadischu.
Islamistische Extremisten haben vor einem Regierungsgebäude in der somalischen Hauptstadt Mogadischu eine Autobombe gezündet. Mindestens 70 Menschen kamen bei der Explosion ums Leben. Nach Angaben der Rettungskräfte wurden rund 60 weitere Menschen verletzt.
Polizeiangaben zufolge hatten die Terroristen einen Wagen mit Sprengsätzen beladen und vor den Eingang eines Gebäudes gestellt, in dem vier Ministerien untergebracht sind - darunter das Bildungsministerium. Unter den Opfern sind somalischen Medienangaben zufolge viele Studenten. Sie standen offenbar gerade vor dem Ministerium in einer Schlange an, um sich für Stipendien der türkischen Regierung zu bewerben.
Zu der Tat bekannte sich nach Angaben des britischen Nachrichtensenders BBC die radikal-islamische Shebab-Miliz. Die Rebellen kämpfen seit Jahren gegen die Übergangsregierung in Mogadischu. Die Rebellen waren erst im August von Soldaten aus der Hauptstadt vertrieben worden und hatten Vergeltungsakte angekündigt.
Die Shebab-Miliz hat weite Teile des Südens und des Zentrums Somalias in ihrer Kontrolle. Dort behindern die Kämpfer nach Angaben der UNO die Hilfe für die Opfer der Dürrekatastrophe am Horn von Afrika, von der Somalia am schwersten betroffen ist.
Quelle: AFP , dpa , dapd
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