29.08.2011, 09:41 Uhr
Islamisten bekennen sich zu Nigeria-Anschlag Bei dem Attentat am Freitag starben mindestens 18 Menschen.
Nach dem Selbstmordanschlag auf das Gebäude der Vereinten Nationen in Nigeria ist die Zahl der Toten auf 25 gestiegen, berichten Ärzte aus einem Krankenhaus in der Hauptstadt Abuja. Die Suche nach weiteren Opfern dauert weiter an: "Es könnten noch immer Leute unter den Trümmern sein", sagte ein Mitglied der Rettungskräfte.
Die Verletzten werden nach den Angaben weiter in den Krankenhäusern der Stadt behandelt. Viele von ihnen befinden sich in einem kritischen Zustand.
Die genaue Zahl der Opfer und Verletzten war auch noch am Samstag unklar. Bei der Bombenexplosion am Freitagvormittag waren nach Angaben des Gesundheitsministers Onyebuchi Chukwu zudem Dutzende Menschen verletzt worden. Die Polizei weigerte sich, die Zahlen zu veröffentlichen. Deshalb spekulierten nigerianische Medien, dass möglicherweise noch deutlich mehr Menschen als bisher bekannt bei dem Anschlag getroffen worden sein könnten.
Die Terror-Organisation Boko Haram bekannte sich in einem Anruf beim örtlichen Büro des britischen Senders BBC zu der Tat. In der Vergangenheit hatten die Islamisten wiederholt tödliche Anschläge im bevölkerungsreichsten Land Afrikas verübt.
Bei der Explosion war das Erdgeschoss und der erste Stock des Gebäudes, in dem 26 UN-Organisationen ihre Büros haben, völlig verwüstet worden. Zum Tatzeitpunkt hielten sich mehrere hundert Menschen in dem Gebäudekomplex auf, unter ihnen zahlreiche Ausländer und Diplomaten.
Die Polizei bestätigte den Tod einer Norwegerin. Vier nigerianische Sicherheitskräfte seien ebenfalls ums Leben gekommen, berichteten lokale Medien. Nach ersten Erkenntnissen des Auswärtigen Amtes gab es keine deutschen Opfer.
UN-Generalsekretär General Ban Ki Moon beklagte den "entsetzlichen Anschlag auf jene, die ihr Leben der Hilfe für andere gewidmet haben". Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), US-Präsident Barack Obama und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy verurteilten die Terrortat scharf. Nigerias Präsident Goodluck Jonathan und Polizeichef Mike Zuokwunor betonten laut der nigerianischen Zeitung "Guardian", dass die Verantwortlichen für den Anschlag aufgespürt und zur Rechenschaft gezogen werden würden.
Quelle: dpa , AFP
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