28.02.2011, 09:14 Uhr
Nach dem verheerenden Erdrutsch in einem bolivianischen Armenviertel sind von hunderten Häusern nur Trümmer übrig geblieben (Foto: Reuters)
Nach schweren Regenfällen ist in einem Armenviertel der bolivianischen Hauptstadt La Paz am Sonntag ein Berghang abgerutscht und hat mindestens 400 Häuser zerstört. Todesopfer sind zum Glück nicht zu beklagen, sagte Bürgermeister Luis Revilla. Ein Sprecher der Stadtregierung erklärte, der Erdrutsch sei der schlimmste, der sich jemals in der Stadt ereignet habe - und die Erde bewege sich noch immer.
Etwa 5000 Menschen seien betroffen, so der Sprecher. Die Bewohner des Viertels hatten sich bereits am Samstag in Sicherheit gebracht, nachdem an Häusern und Straßen Risse zu sehen waren und ein erster Teil des Hangs abgerutscht war.
Eine Frau berichtete, Nachbarn hätten sie gewarnt: "Ich schaute aus dem Fenster, und rechts und links von meinem Haus gab es keine anderen Häuser mehr", sagte die Mutter von drei Jugendlichen. Sie konnte sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. "Ich habe alles verloren", sagte sie.
Nach der Katastrophe versuchten Bewohner, Teile ihres Hab und Guts aus den zerstörten Häusern zu bergen. Weitere Erdrutsche machten die Arbeit aber extrem gefährlich. Die Polizei riegelte das Gebiet schließlich ab.
Quelle: dapd
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