10.11.2010, 09:52 Uhr
Schockerlebnis beim Testflug: Der 787 Dreamliner des US-Flugzeugbauers Boeing musste notlanden. (Foto: AFP)
Dichter Rauch in der Kabine hat die Besatzung eines 787 Dreamliner des US-Flugzeugbauers Boeing zur Notlandung gezwungen. Die Maschine musste evakuiert werden. Nach einem Bericht der "Seattle Times" hatte der Pilot am Dienstag bei einem Testflug des Langstreckenfliegers den Qualm bemerkt.
Das Flugzeug landete in Laredo im US-Staat Texas. Die Besatzung habe die Maschine über Sicherheitsrutschen verlassen, teilte Lynn Lunsford, Sprecherin der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA, mit. Der Zeitung zufolge waren rund 30 bis 40 Flugtechniker an Bord. Niemand sei verletzt worden, hieß es. Der Grund für den Vorfall sei noch unbekannt.
Boeing hat den Auslieferungstermin für seinen 787 Dreamliner wiederholt verschoben. Das erste Modell des Langstreckenfliegers könne erst Mitte des ersten Quartals 2011 ausgeliefert werden, teilte das Unternehmen Ende August mit. Der Grund für die erneute Verzögerung liege beim Triebwerkshersteller Rolls-Royce, hieß es damals. Das Fachblatt "Aviation Week" berichtete vorige Woche unter Berufung auf Branchenkreise von noch längeren Verzögerungen. Bereits jetzt liegt das erste neue Modell seit über zehn Jahren fast drei Jahre hinter dem Zeitplan.
Der Dreamliner ist Hoffnungsträger und Sorgenkind zugleich. Dank einer neuartigen Konstruktion aus leichten Verbundmaterialien erhoffen sich Boeing und die von hohen Spritpreisen geplagten Airlines deutliche Treibstoffeinsparungen. Gerade die neuen Materialien machten aber von Anfang an Probleme. Die Verzögerungen im 787-Programm haben Boeing bereits Milliarden von Dollar gekostet. Mehrere Fluggesellschaften stornierten ihre Bestellungen. Auch den neuen, verlängerten Jumbojet 747-8 kann der Hersteller nur verspätet ausliefern.
Auch die Triebwerke der A380-Airbusse machen weiterhin Probleme: Nach Qantas hat jetzt auch Singapore Airlines in Rolls-Royce-Triebwerken seiner Maschinen Ölflecken gefunden. Die Fluggesellschaft werde sie an drei Maschinen austauschen, erklärte diese.
Die Vorbereitungen dafür laufen bereits. In einer der Maschinen im australischen Melbourne hatten sogar schon Passagiere gesessen, mussten das Flugzeug aber wieder verlassen. Die beiden anderen A380 stehen in Sydney und London. "Rolls-Royce hat nach der Entdeckung der Ölflecken weitere Inspektionen an drei Triebwerken empfohlen, in jeder Maschine eines", teilte die Fluggesellschaft mit. Damit solle die Ursache der Flecken ergründet werden.
Nach dem schweren Zwischenfall mit einem Airbus 380 vor einer Woche hatte bereits die australische Fluggesellschaft Qantas seine gesamte A380er-Flotte aus dem Verkehr gezogen. Bei einer Maschine war kurz nach dem Start in Singapur ein Triebwerk ausgefallen. Teile davon stürzten zu Boden. Später entdeckten sie Öllecks an drei Rolls-Royce-Triebwerken vom Typ Trent 900.
Quelle: AFP , dpa
Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special
Entdecken Sie die neuen Kollektionen zu Top-Preisen: jetzt online bestellen! zu den Angeboten
Zeigen Sie Flagge - alles für die per- fekte EM-Party in Schwarz-Rot-Gold.
von GINGAR.de
Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Erneut Panne beim Dreamliner: Während Testflug entwickelt sich Rauch in der Kabine. zum Video
Die Fluggesellschaft Singapore Airlines tauscht zur Vorsicht die Motoren dreier A380-Maschinen aus. zum Video