20.02.2012, 07:20 Uhr
Angehörige von Gefängnisinsassen fordern Informationen von der Polizei über blutige Auseinandersetzungen in einem mexikanischen Gefängnis. (Quelle: dpa)
Mexiko-Stadt (dpa) - 44 Häftlinge sind bei gewalttätigen Zusammenstößen in einem Gefängnis in Mexiko getötet worden. Der blutige Zwischenfall ereignete sich in der Stadt Apodaca im nördlichen Bundesstaat Nuevo León.
Der Sprecher des Ministeriums für Öffentliche Sicherheit, Jorge Domene, sagte, am frühen Sonntagmorgen sei es aus bislang unbekannten Gründen zu Kämpfen zwischen Häftlingsbanden gekommen. Die Häftlingen seien mit Messern und anderen Stichwaffen aufeinander losgegangen.
Es war nicht erste tödliche Zwischenfall in diesem Gefängnis. Erst im Mai vergangenen Jahres waren dort nach einem absichtlich gelegten Brand 14 Häftlinge ums Leben gekommen.
Auch dieses Mal hatten Häftlinge Matratzen angezündet, um einem Brand zu provozieren, doch das Feuer wurde schnell gelöscht, wie lokale Medien berichteten.
In mexikanischen Gefängnissen sind 2011 bei Aufständen und Revierkämpfen laut Medienberichten 124 Menschen getötet worden. Auch in den anderen Ländern der Region kommt es regelmäßig zu Meutereien und Kämpfen in den meist überbelegten Gefängnissen. Erst vor wenigen Tagen waren in Honduras bei einem Gefängnisbrand mehr als 350 Häftlinge ums Leben gekommen.
Quelle: dpa
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