15.07.2010, 08:51 Uhr
Ein Augenblinzeln hat einen vollständig gelähmten Mann in England vor passiver Sterbehilfe bewahrt. Der 43-Jährige Richard kann sich seit einem Motorradunfall im vergangenen Oktober nicht mehr bewegen. Wie die BBC berichtete, waren seine Eltern davon überzeugt, dass er so nicht weiterleben wollte.
Sie erinnerten sich daran, dass er einmal gesagt hatte, sollte ihm jemals so etwas zustoßen, wolle er nicht künstlich am Leben gehalten werden. Deshalb meinten sie, dass die Ärzte das Beatmungsgerät abschalten und ihn sterben lassen sollten, zumal er sich allem Anschein nach im Koma befand und nicht reagierte.
Doch dann fiel dem behandelnden Professor David Menon in einer Spezialklinik in Cambridge auf, dass der Patient mit den Augen blinzelte und diese Fähigkeit auch dafür nutzen konnte, auf Fragen zu reagieren. Der Arzt erkundigte sich deshalb mehrmals bei ihm, ob die Behandlung fortgesetzt werden sollte. Darauf antwortete er jedes Mal "Ja".
Inzwischen hat sich sein Zustand ein wenig verbessert, so dass er auch über Gesichtsausdrücke kommunizieren kann. Sein Vater hat nun seine Haltung geändert: "In der Kneipe oder auf der Arbeit sagt jeder: 'Wenn mir das mal passiert, schaltet die Maschinen ab.' Aber das ist die Theorie - was man wirklich will, weiß man erst, wenn man wirklich in der Situation ist." Der Lebenswille könne sich dann letztlich als stärker erweisen.
Quelle: dpa
Wilhelm II schrieb:
am 14. Juli 2010 um 19:26:54
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@Margrit
Und dennoch!!! Der Wille eines Menschen muß unbedingt respektiert werden. Wenn wir die Sache von Fehlentscheidungen abhängig
machen, können wir das ganze Vertragswesen vergessen!! Und damit den Rechtsstaat!!!!
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Margrit schrieb:
am 14. Juli 2010 um 18:56:32
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Blinzeln bewahrt Gelähmten vor Sterbehilfe
Nachdem meine Mutter ihren 2. Schlaganfall bekam, sagt mein Mann zu mir: "Wenn ich einmal so
schwer krank bin, dann bewahre mich vor so einem Elend."
Nun sein Elend wurde noch schlimmer, aber er kämpfte bis zum Schluß gegen sein Elend und sein Ende an.
Da war keine Rede mehr davon, daß ich ihn von seinem Elend befreien sollte.
Es ist immer alles so leicht gesagt wenn man gesund ist.
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Sandy schrieb:
am 14. Juli 2010 um 18:22:44
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Sterbehilfe
ich bin auch der Meinung das man sowas nicht einfach sagen sollte wenn einem das passiert weiß man nie inwieweit man doch noch
da ist und wie es sich entwickelt. Mein Bruder hatte einen schweren Verkehrsunfall und war fast ein Jahr im Wachkoma. Die Ärzte meinten auch das das nichts mehr wird und er für immer so bleibt. Heute lebt er ein fast normales Leben geht arbeiten hat eine Frau die er erst danach kennenlernte und Kinder.
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