16.05.2011, 08:08 Uhr
Ameneh Bahrami ist durch ein Säure-Attentat entstellt und blind (Foto: dpa)
Die iranische Justiz hat die Vergeltungsaktion, bei der eine Frau nach einem Säure-Attentat an ihrem Peiniger Rache üben wollte, auf unbestimmte Zeit verschoben. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur ISNA. Ameneh Bahrami wollte eigentlich ihren Peiniger am Samstag in einem Krankenhaus in Teheran Säure in die Augen träufeln, damit er - wie sie - blind wird.
Die 32-Jährige hatte vor Gericht erstritten, dass sie den Attentäter nach dem Prinzip "Auge um Auge" strafen kann. Warum die Blendung verschoben wurde und wann sie nun stattfinden soll, wurde zunächst nicht bekannt. Bahramisagte gegenüber "Spiegel Online", sie wolle am Dienstag nach Deutschland fliegen, um im Fernsehen ihren Fall zu erzählen. Nähere Informationen gab es dazu vorerst nicht.
Der Mann hatte Bahrami 2004 Schwefelsäure ins Gesicht geschüttet, weil sie seine Heiratsanträge abgelehnt hatte. Seitdem ist sie trotz mehrerer Operationen blind, ihr Gesicht ist entstellt. Sie lebt in Spanien und war für die Racheaktion extra nach Teheran gereist. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hatte sich am Freitag gegen die Blendung ausgesprochen.
Im Interview mit "Spiegel Online" sagte Bahrami: "Was ich tue, soll ein abschreckendes Beispiel sein für jeden Mann, der sich von einer Frau, die er angeblich liebt, zurückgestoßen fühlt und mit einem Anschlag Rache nehmen will."
Nach islamischem Recht erlaubt das "Auge um Auge"-Prinzip Opfern, dem Täter das gleiche Leid zuzufügen. Bahrami wurde in einem Gerichtsurteil das Recht zugestanden, dem Mann, der wegen der Tat eine Gefängnisstrafe absitzt, mit einer Pipette je fünf Tropfen Säure in beide Augen zu träufeln. Der Mann sollte dafür betäubt werden.
Der Fall und die Entscheidung des Gerichts im Jahr 2008 hatten weltweit für Aufsehen gesorgt. Auch iranische Stellen hatten versucht, das Opfer umzustimmen und dazu zu bewegen, auf die Vollstreckung zu verzichten. Bahrami hatte ihre Geschichte auch in einem Buch publik gemacht.
Quelle: dpa
Alter Motzer schrieb:
am 14. Mai 2011 um 15:21:59
(0)
(0)
Saeure
Na, die Mullahs naben anscheinend keinen Mumm um eine ordentliche Strafe nach der scharia zuzulassen! Na ja, war nicht anders zu erwarten!
Kommentar melden
freckert schrieb:
am 14. Mai 2011 um 15:15:59
(0)
(0)
Rache
Ja klar will sie nur Rache. Meiner Meinung nach auch ihr gutes Recht!!
Abartig find ich eher was dies Kerl der Frau angetan hat, alles
weitere hat er sich selbst zu verdanken.
Ich ziehe meinen hut vor dieser Frau und wünsche ihr viel Kraft wenn es soweit ist.
mehr
Kommentar melden
michl schrieb:
am 14. Mai 2011 um 15:11:23
(0)
(0)
blendung
der täter wußte bei seiner tat, dass es das urteil " auge um auge-zahn um zahn" gibt. ich kann das opfer verstehen.
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special
Entdecken Sie die neuen Kollektionen zu Top-Preisen: jetzt online bestellen! zu den Angeboten
Zeigen Sie Flagge - alles für die per- fekte EM-Party in Schwarz-Rot-Gold.
von GINGAR.de
Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de