12.07.2011, 13:11 Uhr
Ein Pakistaner in Abottabad liest am 2. Mai eine pakistanische Zeitung mit der Nachrichten vom Tod Bin Ladens (Foto: dpa)
Die USA haben Medienberichten zufolge eine Impfaktion in der pakistanischen Stadt Abbottabad durchgeführt, um an die DNA Osama bin Ladens zu kommen. Ziel sei es gewesen, festzustellen, ob sich die Familie Bin Laden tatsächlich in dem Haus in Abbottabad aufhielt, berichtete die Londoner Zeitung "Guardian" und die "New York Times" am Dienstag.
Der US-Geheimdienst CIA habe einen angesehenen pakistanischen Arzt für die Aktion angeheuert, der jetzt im Gefängnis ist.
Das Projekt sei zunächst in einem Armenviertel der Stadt gestartet worden, um es glaubwürdiger wirken zu lassen. Später wurde es auf das wohlhabende Viertel ausgedehnt, in dem Bin Laden ein Haus bewohnte. Der Arzt Shakil Afridi sei vom pakistanischen Geheimdienst inzwischen wegen Kollaboration mit den Amerikanern festgenommen worden.
Osama bin Laden, Kopf des Terrornetzes Al-Kaida und mutmaßlich für die Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA verantwortlich, war am 2. Mai in einem Haus in Abbottabad von einem US-Spezialkommando erschossen worden.
Den USA lag DNA-Material von einer Schwester Bin Ladens vor, die 2010 in Boston gestorben war. Sie hatten sich erhofft, durch die als Impfung getarnte Aktion an Erbgut seiner Kinder zu kommen, das sie mit dem der Schwester hätten vergleichen können.
Ob es den US-Behörden tatsächlich gelang, DNA von Bin Laden zu gewinnen, ist fraglich. Ein Informant des "Guardian" sagte, die Operation sei nicht gelungen. Ein pakistanischer Beamter sagte der Zeitung, es sei völlig unglaubwürdig gewesen, in dem wohlhabenden Viertel, in dem Bin Laden lebte, kostenlose Impfungen anzubieten - noch dazu von einem Mediziner, der in einer völlig anderen Region Pakistans als Amtsarzt tätig ist.
Derweil schaukeln sich die Konflikte zwischen Pakistan und den USA weiter hoch: Die "New York Times" hatte am Wochenende unter Berufung auf US-Regierungsbeamte berichtet, Washington wolle rund 800 Millionen Dollar (etwa 560 Millionen Euro) an Militärhilfen zurückstellen, um Islamabad zu mehr Kooperation im Anti-Terror-Kampf zu bewegen. Außenministerin Hillary Clinton sagte am Montag dazu, die USA wollten die ausgesetzte Unterstützung erst wieder im vollen Umfang aufnehmen, wenn Islamabad härter gegen islamische Extremisten vorgeht.
Im Gegenzug droht die Regierung in Islamabad den USA jetzt mit einem Truppenrückzug aus dem Grenzgebiet zu Afghanistan: Verteidigungsminister Ahmad Mukhtar kündigte nach einem Bericht der Zeitung "Express Tribune" an, zunächst etwa 1100 Militärposten an der Grenze zum Nachbarland zu schließen, sollte das Geld nicht freigegeben werden. Zudem wäre ein Rückzug von Soldaten aus den Taliban-Hochburgen im Nordwesten Pakistans denkbar.
Quelle: AFP , dpa
Ajax schrieb:
am 12. Juli 2011 um 21:30:13
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Goldfinger
Und warum ist es jetzt sinnvoll, dass BinLaden tot ist? Brauchen Die Amis jetzt keine lebenden BinLaden mehr ;) :) :D
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Goldfinger schrieb:
am 12. Juli 2011 um 20:13:55
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Bin Laden
Immer neue PR-Gacks um Bin Laden. Merkt denn wirklich keiner mehr, wie das Lügengespinnst um Bin Laden aufrechterhalten wird? Ist
die Welt wirklich so verblödet, und glaubt den Lügen Obamas? Bin Laden wurde nicht am 2. Mai von den Rangern getötet. Er ist schon 2001 an den Folgen seiner Krankheit gestorben. Das ist die Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Um das Bild des Terrors aufrechzuerhalten, denn davon lebt die USA, mußte Bin Laden weiter existieren. Armes, von Obama verblödetes Volk.
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Jurist schrieb:
am 12. Juli 2011 um 19:03:50
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Was ist noch rechtsstaaatlich?
Langsam läßt sich kaum zwischen "Terroristen" und soganannten rechtsstaatlichen "Demokraten"
unterscheiden. Was westliche Demokratie alles erlaubt: Angriffskriege auf souveräne Staaten - aktuell Libyen.
Gezielte Tötungen auf fremden Territorium - siehe Bin Laden. Zertörung eines Landes und seiner Kultur : - siehe Irak Das sind nur drei Beispiele von vielen Menschen- und Völkerrechtsverletzungen
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