26.08.2011, 19:33 Uhr
Ein Auto hatte das Gebäude gerammt und explodierte daraufhin. Dabei kamen mindestens zehn Menschen ums Leben.
Bei einem Selbstmordanschlag auf den UN-Sitz in der nigerianischen Hauptstadt Abuja sind nach Angaben des Roten Kreuzes bis zu 18 Menschen getötet worden. Augenzeugen schilderten, wie der Attentäter sein Auto durch zwei Tore auf das Anwesen steuerte und unmittelbar vor dem Empfangsbereich einen Sprengsatz zündete. Dabei wurde das Gebäude teilweise zerstört.
"Ich habe Leichen herumliegen sehen", sagte ein Mitarbeiter des Kinderhilfswerks UNICEF. Zudem wurden bei dem Anschlag nach Angaben des nigerianischen Roten Kreuzes mindestens elf weitere Menschen verletzt. Gesundheitsminister Mohammad Ali Pate hingegen sprach von mindestens 60 Verletzten und forderte im Radio die Menschen zu Blutspenden auf.
"Die genaue Anzahl von Todesopfern wissen wir noch nicht, aber sie dürfte beträchtlich sein", sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in New York. Noch immer herrscht Unklarheit über die genaue Zahl der Toten. Lokale Sicherheitskräfte sprachen von zehn Todesopfern, andere Quellen mehrheitlich von 16 bis 18 Toten.
Die Terror-Organisation Boko Haram bekannte sich nach Angaben der BBC zu der Tat. In der Vergangenheit hatten radikale Islamisten wiederholt tödliche Anschläge im bevölkerungsreichsten Land Afrikas verübt. Die Organisation will eine strenge Auslegung der islamischen Scharia in Nigeria durchsetzen.
Die Explosion riss ein großes Loch in das Gebäude und brachte einen Flügel zum Einsturz. In dem UN-Büro arbeiten rund 400 Angestellte der Vereinten Nationen. Zum Zeitpunkt des Angriffs hielten sich mehrere hundert Menschen in dem Gebäudekomplex auf, unter ihnen zahlreiche Ausländer und Diplomaten. Die Polizei bestätigte am Nachmittag den Tod einer Norwegerin.
Polizisten und Verwundete drängten sich um das Gebäude, als Menschen mit der Suche nach Opfern begannen. Arbeiter schaffen drei große Kräne zu dem zerstörten Gebäude und versuchten, Betonplatten beiseite zu ziehen, um die Bergung von Überlebenden zu erleichtern. Bis zum späten Nachmittag wurde noch nach Verschütteten gesucht. Das Gebäude war vollständig evakuiert worden. Die Krankenhäuser der Stadt forderten die Bevölkerung laut BBC zu Blutspenden auf.
Nach ersten Erkenntnissen des Auswärtigen Amtes gab es keine deutschen Opfer. "Wir haben bislang keine entsprechenden Hinweise", sagte eine Sprecherin des Außenministeriums in Berlin. Die deutsche Botschaft sei aber "mit Hochdruck" beschäftigt, weitere Informationen zu sammeln.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reagierte in einem Schreiben an den UN-Generalsekretär betroffen auf die Bluttat. Die Bundesregierung verurteile den Anschlag mit aller Entschiedenheit. Ban Ki Moon verurteilte den Anschlag "auf jene, die ihr Leben der Hilfe für andere gewidmet haben". Es sei ein "absolut entsetzlicher" Anschlag.
Der nigerianische Präsident Goodluck Jonathan nannte den Anschlag "barbarisch, sinnlos und feige". "Das ist kein Angriff auf Nigeria, sondern auf die Weltgemeinschaft, ein Angriff auf die Welt", sagte Nigerias Außenministerin Viola Onwuliri dem britischen Sender BBC.
In der Vergangenheit hatte die radikalislamistische Gruppe Boko Haram mehrere Terroranschläge in Nigeria verübt. Erst zum Jahresbeginn 2011 waren bei einer Serie von Anschlägen in Abuja etwa 30 Menschen ermordet worden.
Mitglieder der Boko Haram verübten zudem in mehreren Städten Anschläge auf Polizeistationen. In den vergangenen Jahren hatten vor allem Gewaltausbrüche zwischen Muslimen und Christen Hunderte Tote gefordert. Christen und Muslime stellen jeweils die Hälfte der Bevölkerung.
Quelle: dpa , dapd
Eugen schrieb:
am 26. August 2011 um 21:26:46
(5)
(10)
UNO
Wessen Armeen stehen auf welchen Teretorium, mit wessen Mandat ohne Einwilligung der befölkerung ? Welche Religion führte bisher die
größten Kriege auf diesem Planeten und warf die Atombomben ? Wer den Wind sät, wird den Sturm ernten. Da die meisten mosliischen Länder nicht über die Waffen verfügen die der Westen entwickelt und besitzt, werden sie jeden Krieg verlieren und können nur so sich zur Wehr setzen.
mehr
Kommentar melden
Helmut schrieb:
am 26. August 2011 um 21:05:06
(3)
(14)
@tacheles
Nur gut ,dass Sie immer genug zu Essen haben und mit ihrer politischen
Überzeugung im Reinen sind .
Kommentar melden
Peshmerge schrieb:
am 26. August 2011 um 20:38:24
(30)
(9)
Gewalt
Jede Gewalt ist verwerflich. Sowohl die "islamische" als auch die Bombenabwürfe der Nato. Einzig und allein, dass die Gewalt
der Nato subtiler ist. Doch moralisch legitimiert ist keine von Beiden
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special
Entdecken Sie die neuen Kollektionen zu Top-Preisen: jetzt online bestellen! zu den Angeboten
Zeigen Sie Flagge - alles für die per- fekte EM-Party in Schwarz-Rot-Gold.
von GINGAR.de
Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de